"Super Jobs" auf allen Ebenen

Auf jeden Fall in der Innenstadt angesiedelt werden soll die aus München nach Waldsassen verlagerte Geo-Datenbank. Im Vorfeld der Entscheidung waren auch immer wieder die leerstehenden Räume der Sparkasse ins Spiel gebracht worden. Dort war während der Sanierung auch das Finanzamt untergebracht. Bild: Grüner
Lokales
Waldsassen
05.03.2015
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Nix war g'wiss, auch wenn im Vorfeld der geplanten Behördenverlagerung viel gemunkelt worden war. Jetzt hat Heimatminister Markus Söder die Katze aus dem Sack gelassen. Und Waldsassen ist glücklich.

"Ich bin hochzufrieden", sagt Bürgermeister Bernd Sommer über die Nachricht, dass Waldsassen mit 70 Arbeitsplätzen von der Behördenverlagerung profitieren soll. Die Außenstelle des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung lasse "super Jobs" erwarten - Arbeitsplätze in allen Qualifizierungs-Ebenen.

Die zusätzlichen Stellen seien weit mehr als nur der sprichwörtliche "Tropfen auf den heißen Stein", freut sich Sommer über eine Belebung der Innenstadt: Die Entscheidung vom Mittwoch werde den Wohnungsmarkt beeinflussen und die Innenstadt.

"Das sind neue Kunden für Metzger und Bäcker", sagt Sommer über die Beschäftigten der künftigen "Geo-Datenbank Bayern". Sie wird - rein von der Anzahl der Mitarbeiter her - in jedem Falle in der Innenstadt etabliert werden. Sommer verweist auf NT-Anfrage auf diverse Leerstände in der Innenstadt, außerdem das Post-Areal. Im Vorfeld war immer wieder auch das Gebäude der Sparkasse als Domizil für eine künftige Behörde in Waldsassen ins Spiel gebracht worden: Dort hatte das Finanzamt während der Sanierung in den vergangenen Jahren sein Ausweichquartier bezogen. Dieses Jahr noch zieht die Stadtverwaltung dort ein, weil das Rathaus generalsaniert wird. An Spekulationen will sich Sommer aber nicht beteiligen.

"Hut ab, was da erzielt worden ist", sagt er über die engagierte und letztendlich erfolgreiche Vorarbeit: Vor allem MdL Tobias Reiß nennt das Stadtoberhaupt, dann das Votum im Kreistag und im Gemeindetag pro Waldsassen. "Ohne diese Geschlossenheit wäre wohl kaum etwas erreicht worden. "

Für die Verlagerung ist ein Zeitraum von fünf bis zehn Jahren vorgesehen - als "Grob-Raster", wie Sommer sagt und sich eine kürzere Frist bis zum Umzug der Behörde wünscht. Dies aber ist im Augenblick nachrangig für den Bürgermeister.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/verlagerung
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