Tägliches Brot, Porzellan und Eisenbahn

Die Leiter des Stiftlandmuseums Robert Treml und Adolf Gläßel im Sonderausstellungsraum in der Abteilung "Konservierung von Lebensmitteln". Ab 28. März ist das Museum wieder geöffnet. Bild: Grüner
Lokales
Waldsassen
14.03.2015
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Einigen Frauen in der Besuchergruppe, die die Ausstellung bereits gesehen haben, fiel es zuerst auf. In der Vitrine, in der Milchprodukte präsentiert werden, stand anstatt eines Modells einer Kuh eines von einem Ochsen.

Kein Problem für Hans Zölch vom Museumsteam. Er schnitzte kurzerhand ein Euter und versah damit, anatomisch korrekt, den Ochsen. Jetzt steht, wie sich das gehört, wenn ein Symbol für Milchprodukte benötigt wird, dort eine hölzerne Kuh.

Saisonstart Ende März

Mit zwei Sonderausstellungen und einer neu konzipierten Porzellanausstellung startet das Stiftlandmuseum am 28. März in die diesjährige Saison. "Genau vor einem Jahr stand die Präsentation, so wie sie jetzt ist, vor meinem geistigen Auge", sagt Museumsleiter Adolf Gläßel und meint damit die Sonderausstellung "Unser tägliches Brot - Ernährung einst und heute". Die läuft bis 6. Januar 2016 und befasst sich mit vielen Aspekten zum Thema.

Auf zahlreichen Schautafeln, in vielen Vitrinen und mit eindrucksvollen Gesamtarrangements sind viele Aspekte umfassend zum Thema beleuchtet. Unter anderem eine Dokumentation zur Ernährung nach Hildegard von Bingen, die das Kultur- und Begegnungszentrum beigesteuert hat sowie gesunde Ernährung im Bereich der Wald-, Feld- und Gartenfrüchte und Viehzucht- und haltung.

Historisches Werbematerial

Lebensmittel, wie sie in vergangenen Zeiten verpackt waren und historisches Werbematerial zeigt Helga Strehl aus Pfreimd. Zur Ausstellung gehört auch die Beschäftigung mit der gegenwärtigen Ernährungsweise, präsentiert von der AOK. Des Weiteren haben Landwirte aus der Region und der Münchenreuther Imker Josef Ernst Beiträge beigesteuert. Zur Ausstellung wird eine Begleitbroschüre gefertigt.

Modellbahn als Attraktion

In einer zweiten Sonderschau zeigen das Museumsteam und die Waldsassener Eisenbahnfreunde im Pädagogikraum zahlreiche Exponate zum Thema, "150 Jahre Eisenbahn in Waldsassen". Dabei geht es um die Geschichte und Bedeutung der Eisenbahn in der Klosterstadt. Vor allem für die jungen Museumsbesucher dürfte die aufgebaute Modelleisenbahn, die einen Großteil des Raumes ausfüllt, der Grund sein die Ausstellung anzuschauen. Bei der Präsentation spielt auch die Post eine große Rolle: Bahn und Post arbeiteten in früheren Zeiten in vielen Bereichen Hand in Hand.

Die Ausstellung endet Mitte Juni. Ab 4. Juli wird hier die Wanderausstellung "Schätze des Egerlandes" präsentiert, die bis dahin im Museum Eger gezeigt wird. Dabei geht es um Ausgrabungen mittelalterlicher Münzen und Gerätschaften aus dieser Region.

Neuer Arbeitsplatz

Unter der Überschrift, "Porzellan - das weiße Gold aus Waldsassen, hat das Museumsteam um Adolf Gläßel und Robert Treml die Porzellanabteilung komplett umgekrempelt und um einen neuen Gießerei-Arbeitsplatz erweitert. Die Vitrinen wurden neu gestaltet und mit anderen Unikaten bestückt und ergänzt. Einzig und allein die Festtagstafel der Familie Danzer ist so geblieben wie sie war. (Info-Kasten)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.waldsassen.de/
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