Über 100 Besucher beim Informationsabend zum Thema "Osteoporose" im Gesundheitszentrum ...
Erhalt von Mobilität und Lebensqualität wichtigstes Ziel

Von links die Referenten Robert Drechsel, Elisabeth Eißner sowie Dr. Thorsten Friese im Vortragsraum des Gesundheitszentrums. Bild: jr
Lokales
Waldsassen
24.07.2015
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Trotz heißen Sommerwetters waren 110 interessierte Besucher ins Gesundheitszentrum gekommen: Beim Informationsabend "Wenn die Knochen zu brechen drohen" war es Referentin Elisabeth Eißner ein besonderes Anliegen, dass beim Thema Osteoporose die Männer nicht vergessen werden - auch wenn die Erkrankungshäufigkeit mit 4:1 bei den Frauen überwiegt. Sinnvoll sei eine Knochendichtemessung schon vor dem ersten Bruch, um frühzeitig eine Therapie einzuleiten. Diagnostik, konservative Therapiemöglichkeiten, sowie auch die medikamentöse Therapie wurden differenziert dargestellt. Bei den Maßnahmen zur Vorbeugung wies Elisbeth Eißner ausdrücklich auf die regionalen Möglichkeiten hin - Lama-Wanderung, Rehasport, der Seniorenpark in der Schwanenwiese. Eißner und Co-Referent Robert Drechsel dankten den beiden Gruppen der Rheumaliga wie des Rehasportvereines Waldsassen, die den Abend mit unterstützten und für weiterführende Informationen mit einem Stand vertreten waren.

Sofort ohne Schmerzen

Im zweiten Teil des Abends referierte Robert Drechsel, Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie und Chirurgie, über operative Behandlungsmöglichkeiten im Falle osteoporotisch bedingter Wirbelkörperfrakturen. In ausgewählten Fällen, sollte eine konservative Therapie scheitern, ließe sich eine minimal-invasive operative Technik anwenden. Diese könne bei richtiger Indikationsstellung eine sofortige Schmerzfreiheit zur Folge haben. Nach der Operation kann direkt mit der Mobilisation begonnen werden.

Wirbel wird aufgerichtet

Der im MVZ Stiftland angestellte Facharzt führte an anschaulichen Videos und Fotos aus, wie so eine Operation durchgeführt wird. Er zeigte, dass es in manchen Fällen sogar gelingt, der Entstehung des sogenannten "Witwenbuckels" entgegenzuwirken, indem der gebrochene und zusammengesunkene Wirbel wieder aufgerichtet werden kann.

Die Behandlung der Patienten, sei im Gesundheitszentrum Waldsassen möglich, da Drechsel auch als Belegarzt der orthopädischen Abteilung tätig ist und nachfolgend die Rehabilitation dann im gleichen Hause.

Weitere Themen folgen

Aufgrund der großen Teilnehmerzahl und des sehr regen Interesses sahen sich die Referenten bestätigt auch in Zukunft weitere Themen im Rahmen solcher Informationsabende zu beleuchten. Wie ein roter Faden zog sich die Kern-Botschaft beider Referenten durch den Abend: "Das wichtigste Therapieziel ist immer der Erhalt der Mobilität und Lebensqualität".
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