Umfangreiche Wortmeldung von Johann Bruischütz in der Bürgerversammlung
Parkraum wird zweckentfremdet

Lokales
Waldsassen
28.11.2014
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In der Bürgerversammlung (wir berichteten) nahm der Beitrag breiten Raum ein: "Ich habe nichts gegen Konkurrenz", erklärte Johann Bruischütz, als er ans Mikrofon trat, die "Überkapazität" in der Gastronomie monierte. "Eine Gleichbehandlung und Chancengleichheit ist nicht mehr gegeben."

800 Unterschriften

Bruischütz ließ seinen Beitrag wegen seiner angeschlagenen Gesundheit größtenteils von Schwiegersohn Thomas Urbanek verlesen. Der Gastwirt übergab an Bürgermeister Bernd Sommer eine Mappe mit etwa 800 Unterschriften - von Waldsassenern und Gästen, die sein Anliegen unterstützten.

Neben dem Rückgang der Einwohnerzahl im Hinblick auf den zu verteilenden Umsatz verwies der Gastwirt darauf, dass Gäste im Rentenalter und häufig gehbehindert seien. Andererseits wären 14 Parkplätze im Altstadtbereich in den Sommermonaten "durch Zweckentfremdung" weggefallen. Versuche auf eigenen Grund und Boden Parkplätze auszuweisen würden von der Stadt abgelehnt. Der Wegfall der Parkplätze solle aber von Anwohnern, Gastwirtschaften und Geschäfte hingenommen werden. "Dies stellt eine unverhältnismäßige Benachteiligung dar." Weitere Themen: Die Märkte am Sonntag, das Bürgerfest mit Auf- und Abbauarbeiten und mitternächtlichem Lärm, sowie der Weihnachtsmarkt mit der vierwöchigen "Blockade" des Johannisplatzes. Bruischütz wollte den Weihnachtsmarkt auf das Schuster-Areal verlegt wissen. Zuvor monierte der Gastwirt Behinderungen in der Prinzregent-Luitpold-Straße den Sommer über - etwa durch das Public-Viewing bei Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften. Bruischütz forderte die Einführung einer Sperrstunde. Außerdem stellte der Gastwirt ein Leitsystem vor, das die Busse zum Aussteigen auf den Johannisplatz mit Ausstiegsmöglichkeit vor die Tourist-Info leitet.

Sperrstunde diskutabel

Bürgermeister Bernd Sommer nahm in der Versammlung nur zu einzelnen Punkten Stellung und verwies auf weitere Beratungen im Stadtrat. Die Einführung einer Sperrstunde sei diskutabel. Ein Parkleitsystem sei in Planung, allerdings ausgerichtet auf den Busbahnhof. Dabei dürften Busse durchaus den Altstadtbereich befahren - nach Zahlung einer Gebühr von 10,20 Euro.

Außerdem verwies Sommer darauf, "... dass mehr Parkplätze neu gebaut wurden als die paar, die weggefallen sind." Mögliche Anpassungen würden im Stadtrat beraten; freilich könnten niemals alle Wünsche berücksichtigt werden.
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