Unternehmen und Arbeitgeber der öffentlichen Hand stellten sich vor
Dem Traumberuf auf der Spur

Über die Vielzahl an Berufen im Gesundheitssektor klärte das Team der Kliniken Nordoberpfalz auf. Bild: jr
Lokales
Waldsassen
15.03.2015
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Die Sorge um den Nachwuchs treibt viele Unternehmen um. Vor allem das Handwerk braucht dringend eine Blutauffrischung - dies war am Samstag bei der 5. Ausbildungsmesse an der Realschule im Stiftland das beherrschende Thema.

43 Unternehmen und Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst stellten sich näher vor. Schüler aus der ganzen Region waren dazu nach Waldsassen gekommen, um sich aus erster Hand zu informieren. Laut Wirtschaftsförderer Manfred Dietrich wurden rund 2500 Besucher erwartet.

Schulleiterin Kerstin Janke dankte den Unternehmen für die Beteiligung an der Messe. "Sie haben die Zeichen der Zeit verstanden", so Janke. " Junge Menschen brauchen adäquate Ausbildungsplätze, damit sie aus den ländlichen Regionen nicht abwandern." Weiter machte die Sprecherin deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger werde.

Verändert habe sich auch die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Heute seien nicht nur die Zeugnisnoten für eine Anstellung entscheidend, sondern auch das persönliche Gespräch mit dem Auszubildenden. "Jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten wird gebraucht. Vor allem im Handwerk fehlen Interessenten für viele vorhandene Ausbildungsplätze." Abschließend betonte Janke, dass die Messe eine ideale Ergänzung zu den Lernzielen und zum Bildungsauftrag der Schule sei.

"Handwerk hat Zukunft"

Landrat Wolfgang Lippert forderte die jungen Leute auf, die Informationsangebote wahrzunehmen. "Im Landkreis Tirschenreuth halten sich die Anzahl der jungen Menschen und die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze noch die Waage. In Weiden dagegen ist die Zahl der Ausbildungsplätze schon weit höher als die Zahl der jungen Leute." Der Landrat sah dies als Chance für den hiesigen Nachwuchs. "Sie bekommen den Beruf, der Ihren Neigungen und Ihrem Interesse entspricht. Wichtig dabei ist, dass Sie unserer Region erhalten bleiben." Geradezu leidenschaftlich warb er für das Handwerk: "Unser Handwerk darf nicht unter die Räder kommen, Handwerk hat Zukunft."

Bürgermeister Bernd Sommer richtete einen Appell an die Unternehmen: "Sputet euch, werbt um junge Leute. Ja, so haben sich die Zeiten geändert." Die Ausbildungsmesse biete die Chance, dass Unternehmen mit dem Nachwuchs ins Gespräch kommen. Gleichzeitig erinnerte Sommer daran, dass der Beruf den jungen Leuten auch Spaß und Freude machen müsse. "Ich wünsche den jungen Leute heute, dass sie viel Spaß und Freude bei den Gesprächen mit den Firmen haben und sie vielleicht schon heute ihren Wunschberuf finden."

Besseres Verständnis

"Wir bringen Schule und Wirtschaft zusammen, wir zeigen individuelle Perspektiven auf", sagte Schulamtsdirektor Rudolf Kunz und dankte den Bildungsträgern für ihren engagierten Einsatz auf diesem Gebiet. Kurz stellte er seinen Arbeitskreis Schule/Wirtschaft vor, der mit einer Vielzahl von Aktionen regelmäßig für Besucherrekorde sorge. "Ja, wir tragen aktiv zum gegenseitigen besseren Verständnis bei und zeigen individuelle Perspektiven auf." Laut Kunz sei das Miteinander einer der Schlüssel zum Erfolg: "Wir tragen dazu bei, unseren Landkreis weiter nach vorne zu bringen."

Im Anschluss an die Grußworte hieß Schulleiterin Kerstin Janke die Ausbildungsmesse offiziell für eröffnet. Bei einem Rundgang überzeugten sich Schulvertreter und Politiker vom reichlichen Angebot der Aussteller. Immer wieder hörten sie dabei, wie groß der Bedarf an jungen Arbeitskräften inzwischen sei.
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