Vielen Patienten hat Dr. Annemarie Schraml bei ihren Einsätzen schon helfen können
Hilfe zur Selbsthilfe beispielhaft

Dr. Annemarie Schraml mit einem ihrer früheren Patienten, Praygod Magenga aus Tansania. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
02.06.2015
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Vielen Patienten hat Dr. Annemarie Schraml bei ihren Einsätzen schon helfen können. Jetzt traf die Ärztin eines der früheren "Feuerkinder" wieder.

Zum 125. Jubiläum der Rummelsberger Brüderschaft besuchten drei junge Diakone aus Tansania Deutschland, unter ihnen Praygod Magenga. Er hatte an schwersten Klumpfüßen gelitten und war nahezu gehunfähig gewesen. 2005 hatte Dr. Schraml in einer sehr aufwendigen Operation den rechten, 2006 den linken Fuß korrigiert.

Praygod konnte die Schule abschließen, wurde im Diakoniezentrum Faraja zum Diakon und Computerfachmann ausgebildet und arbeitet jetzt in einer Computerfirma in Arusha. Mittlerweile ist er verheiratet und hat einen Sohn. Er freute sich riesig über das Wiedersehen mit Dr. Schraml, kam ihr mit normalem Schuhwerk entgegen und hatte kleine selbstgemachte Geschenke auch für das Operationsteam mitgebracht. Tief beeindruckt war Praygod als er sah, wie aufwendig es ist, alle Hilfsgüter für die Einsätze in Tansania zu organisieren und zu verpacken.

"Der Lebensweg dieses jungen Mannes zeigt auf, wie Entwicklungshilfe sein sollte", sagt Dr. Schraml. "Den Menschen in ihren Heimatländern helfen, dass sie die Schule besuchen und einen Beruf erlernen können, um so selbstständig aus der Spirale der Armut zu kommen. So müssten die Menschen ihre Heimatländer nicht verlassen und sich auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa machen." Der junge Mann freut sich, das Feuerkinder-Team im Herbst in seinem Heimatland wieder begrüßen zu können. Seit 16 Jahren besteht das Hilfsprojekt, "... Hilfe zur Selbsthilfe", wie Dr. Schraml sagt. Mittlerweile gibt es in Tansania viele Kinder und Jugendliche wie Praygod. "All diese Arbeit ist nur Dank der Unterstützung vieler Menschen möglich." Seit Jahren werden neben den Operationseinsätzen einheimische Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern ausgebildet, die vor allem Klumpfußkinder erfolgreich medizinisch behandeln. Diese nachhaltige Entwicklung ist höchst erfreulich. Aber dadurch nehmen die laufenden Kosten derart zu, dass das Feuerkinder-Team weiterhin auf Spenden angewiesen ist, um diese Arbeit fortsetzen zu können.
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