Vom Kino-Virus infiziert

Betrachten interessiert den Vorentwurf für das 5,1-Millionen-Projekt in Waldsassen: Georg und Gerald Sammet vom Planungsbüro, Bürgermeister Bernd Sommer, Martin Schneider von der Firma Haustechnik Hopf, Hermann Thoma und Otto Nothhaft von der Brauerei in Marktredwitz sowie Peter Pickel (von links). Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
10.12.2015
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Ein ehemaliger Marktredwitzer plant für 5,1 Millionen Euro den Bau eines modernen Kinos mit fünf Sälen. Die Stadt Waldsassen bietet für das Projekt ein stadtnahes Grundstück an - wenn denn die Finanzierung gesichert ist.

"Es könnte funktionieren," kommentiert Bürgermeister Bernd Sommer die Kino-Pläne und verweist auf rund 50 000 Besucher pro Jahr in Waldsassen und 80 000 in Neualbenreuth mit dem Sibyllenbad. Wobei: Dass er anfänglich den Ideen skeptisch gegenüberstand, verheimlicht das Stadtoberhaupt nicht. Jetzt aber unterstützt er das Vorhaben. Die Stadt will dafür ein Grundstück beim Volksfestplatz zur Verfügung stellen, wenn das Projekt finanziert ist.

Vorantreiben will es der ehemalige Marktredwitzer Peter Pickel. Er schwärmt heute noch von seinen ersten Begegnungen mit dem Metier Kino. Es ist schon einige Jahrzehnte her, dass er im Arzberger Central-Kino Filmvorführer war. Seither aber hat ihn der Kino-Virus infiziert.

Zunächst aber machte er erst mal einige Umwege. Er lernte als Koch in München, hatte einige Einblicke in die Münchner Musik- und Unterhaltungsszene, war mit Willi Michl befreundet. Seither hat er einige berufliche Stationen durchlaufen. In der Gastronomie, als Koch oder Wirt oder als Kinobetreiber. Jetzt will er wieder in die Nähe der alten Heimat.

Zunächst einmal hat er eine Zoiglwirtschaft in Waldsassen übernommen. Damit aber will er sich nicht zufrieden geben. So marschierte er mit seiner Idee, ein Kino in der Klosterstadt zu bauen, eben zu Bürgermeister Bernd Sommer ins Rathaus. Kein einfaches Kino sollte es sein, wie er jetzt bei der Vorstellung seiner Pläne in der Waldsassener Zoiglwirtschaft kund tat. Fünf Säle mit 800 Plätzen, modernster Optik und Akustik sollen es werden. Einen Namen hat Pickel auch schon: "Valencia-Kino Kolosseum Waldsassen".

Als Pickel jetzt den Vorentwurf in der Waldsassener Zoiglwirtschaft vorlegt, gefertigt von dem Waldsassener Planungsbüro Sammet, beschreibt er seine Pläne und erklärt, der Grundstock stehe bereits. Das sei eine GmbH und CoKG. Mit der Finanzierung sei er noch im Gespräch mit Banken. Dazu aber, meint er, sei jeder einzelne Kinofreund als Anleger und Investor willkommen.

Die Kinobesucher in Waldsassen erwartet er nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern bis aus Weiden und Hof sowie aus Tschechien. Monatlich sei die Übertragung einer Oper aus einer der größeren Städte bis nach Bayreuth oder auch mal die Übertragung eines Fußballspiels geplant, stellt Pickel in Aussicht.

Nach dem Motto, dass jeder mal klein anfängt, wurde anschließend erst einmal die Zoiglstube mit dem Waldsassener Stadtpfarrer Thomas Vogl und Bürgermeister Sommer eingeweiht. Da war auch die Rede von viel Gottvertrauen. Auch in der Zoiglstube, so Pickel, will er um Anteilsscheine für das Millionenprojekt werben.
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