Von der Herzlichkeit begeistert

Am Freitag verabschiedeten sich die beiden "Fremdgeschriebenen" aus der Klosterstadt. Von links Umweltstations-Leiter Michael Selinger, dessen Mitarbeiterin Katrin Gröniger, die Handwerksgesellen Frenny und Barne, Bürgermeister Bernd Sommer und KuBZ-Geschäftsführer Ferdinand Sperber. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
15.12.2014
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Ein Glücksfall für die Umweltstation: Frenny und Barne, zwei "fremdgeschriebene" Handwerker auf der Walz, engagierten sich in den vergangenen zwei Wochen im Naturerlebnisgarten.

Seit dem Frühjahr wird im Naturerlebnisgarten der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen (KuBZ) an einem neuen Info-Zentrum mit Laden gebaut. Die Arbeiten waren bis auf die Außenverkleidung fortgeschritten. Das dafür vom Forstbetrieb Waldsassen mit Gerhard Schneider und Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg gesponserte Lerchenholz lag bereit. Das Material wartete nur darauf, fachmännisch als Stülpschalung montiert zu werden.

Hier trieb buchstäblich der Glücksfall die beiden Handwerksgesellen auf der Walz Umweltstations-Chef Michael Selinger und KuBZ-Geschäftsführer Ferdinand Sperber in die Arme. Barne ist gelernter Zimmerer aus Schleswig-Holstein, Polsterin Frenny stammt aus Dornstadt/Mittelfranken.

Ein befreundeter Schmied

Auf die Umweltstation aufmerksam geworden war Barne erst durch einen befreundeten Schmied, der auch ein guter Bekannter von Selinger ist. Der Handwerksbursch konnte Frenny, die erst kürzlich seinen Weg kreuzte, als Unterstützerin überreden. In den zurückliegenden zwei Wochen haben sie bei nicht gerade einladenden Wetterverhältnissen für freie Kost und Unterkunft die rund 200 Quadratmeter große Außenfassade dieses bienenwabenförmig konstruierten "Info-Points" fachmännisch mit einer wunderschönen Stülpschalung versehen. Die Verpflegung stellte die Zisterzienserinnen-Abtei zur Verfügung. Am Freitag hieß es nach getaner Arbeit Abschied nehmen, ehe es weiter auf die Walz ging. Zuvor hatten sich beide im Rathaus den Stempel für ihr Wanderbuch abgeholt.

Bürgermeister Bernd Sommer, der auch als Vorsitzender der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum zur Verabschiedung in den Naturerlebnisgarten gekommen war, bestätigte dies noch mit seiner Unterschrift und bedankte sich für dieses herausragende Engagement. Sommer, auch Michael Selinger und Ferdinand Sperber wünschten den beiden weiterhin alles Gute auf der Walz. Die Gesellen waren von der Waldsassener Herzlichkeit begeistert und nehmen einen guten Eindruck von der Klosterstadt mit auf die weitere Reise. Barne hat von Waldsassen aus Braunschweig als nächstes Ziel und will dann weiter in die Schweiz, Frenny zieht es nach Dresden.
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