Von Klostermedizin bis Fotokunst

Lokales
Waldsassen
13.01.2015
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Insgesamt 120 Programmpunkte umfasst das Jahresprogramm 2015 des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen (KuBZ). Die breite Spanne der Themen reicht von Religion über Musik bis hin zu Medizin und Ökologie.

Geschäftsführer Ferdinand Sperber betonte bei der Vorstellung (wir berichteten), dass das KuBZ seit dem Start im Jahr 1999 das Angebot an Seminaren, Kursen, Konzerten und anderen Veranstaltungen ständig ausgebaut habe.

Schwester M. Sophia Schlembach erklärte stellvertretend für Äbtissin Laetitia Fech, dass die Ordensgemeinschaften von Papst Franziskus aufgerufen worden seien zu einem "Jahr des Ordens 2015". Demnach sollten sie in der Öffentlichkeit stärker auf ihre Orden aufmerksam machen. Dieser Vorgabe folgend seien auf das Jahr verteilt fünf Abende zum Thema "Aus-Zeit und Geist-Zeit" eingeplant - zwei im Kloster Fockenfeld und drei im Kloster Waldsassen. Dabei werden auch Klosterführungen mit Gesprächsrunden angeboten.

Wiener Abend

Ein besonderes Ereignis dürfte nach Einschätzung Sperbers ein "Wiener Abend" werden. Mit musikalischem Gruß aus Wien werden die Teilnehmer auf eine kulinarische Reise im Dreivierteltakt mitgenommen. Am 2. Oktober steht ein Benefizkonzert mit Abtprimas Notker Wolf im Pausenhof der Mädchenrealschule im Kalender. Laut Sperber zählen zu den Angeboten im Kultur- und Bildungsbereich weiterhin bislang sehr erfolgreich verlaufene Veranstaltungen wie die Tschechisch-Crashkurse, der Infoabend zum Online-Banking und der Foto-Workshop "Kunst des Sehens".

Mehr als zehn Vorträge und Kurse seien ganz neu im Programm - etwa "Körpersprache - warum tragen Männer keine Röcke?", "Social Media für Einsteiger - Facebook & Co in Theorie und Praxis" und "Von Altbier bis Zoigl - eine Entdeckungsreise in die Welt der Biere."

"Sie stellen weiter einen Schwerpunkt unserer Arbeit dar", sagte Ferdinand Sperber zu den Musikseminaren. Neben dem Gitarren-Einsteigerkurs ist neu ein Ukulele-Crashkurs im Kalender zu finden. Im Angebot sind nach wie vor auch Workshops zu den Themen Neue geistliche Lieder, Gospel, Mundharmonika und Orgelimprovisation.

Gärten früher und heute

Der Leiter der Umweltstation, Diplom-Geoökologe Michael Selinger, verwies unter anderem auf das Basisprojekt "Umweltbildung", das wieder viele Interessierte sowie Schulen, Kindergärten und Erzieher ansprechen und zum Mitmachen inspirieren soll. Nach der hervorragenden Resonanz im vergangenen Jahr gebe es erneut Kurse zu den Themen Klostermedizin und Chinesische Medizin. Hinzu kämen die Lehren von Hildegard von Bingen. Wie Michael Selinger betonte, sei zum Modellprojekt "Gartenkooperation - Gärten früher und heute" ein Förderantrag an das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gestellt worden. Mit dem Projekt soll das Thema "nachhaltige Lebensstile" im Kontext Biodiversität aufgegriffen und in der Gesellschaft verankert werden.

"Früher waren Gärten wichtige Orte, die zur lebensnotwendigen Produktion von Obst und Gemüse benötigt wurden. Das soll den Kindern wieder näher gebracht werden", erklärte Selinger und verwies auf bereits durchgeführte Pflanzaktionen, beispielsweise im Stadtpark. Im neuen Programm werde auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Umweltbildung weiter vertieft, so Selinger.

An die eigene Kindheit zurückerinnert bemerkte Bürgermeister Bernd Sommer, dass man früher häufig draußen in der Natur unterwegs gewesen sei. "Heute ist das kaum mehr der Fall." Das Kultur- und Begegnungszentrum biete sich schon dem Namen nach als "Begegnungszentrum" für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in verschiedenen Bereichen an. Sommer hoffte, dass das Programm 2015 wieder viele Menschen erreicht und Bewährtes und Neues gleichermaßen angenommen werden.

Abschließend bedankte sich Ferdinand Sperber bei allen, die dem KuBZ und der Umweltstation gut gesonnen sind und die Einrichtungen weiterhin unterstützen.
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