Wallfahrts-Marathon hat die Klosterstadt Waldsassen zum Ziel
Sensibel für die ganze Welt

Auf einem Plakat haben sich die einzelnen Pfarreien auf der Marathonstrecke mit guten Wünschen verewigt, darunter auch Pilsens Bischof Frantisek Radkovsky. Äbtissin Laetitia Fech begrüßte die Teilnehmer zusammen mit Bürgermeister Bernd Sommer. Bild: kro
Lokales
Waldsassen
25.06.2012
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"Unser Ziel ist Waldsassen" skandierten die Läufer des 3. Wallfahrt-Marathons, darunter auch die 14 Sportler, die am Dienstag im 355 Kilometer entfernten Volkenroda aufgebrochen waren. Mit großem Applaus wurden die Teilnehmer im Klosterhof Äbtissin Laetitia Fech und Bürgermeister Bernd Sommer begrüßt.

Der 3. Wallfahrts-Marathon über die olympische Distanz war Samstagvormittag in Eger/Cheb gestartet und ging über Maria Loreto in die Klosterstadt. Nach einer kurzen Stärkung mit "Pichelsteiner-Klostereintopf" lief der Tross, darunter auch Pfarrer Petr Hruska, weiter über die Kappl wieder zurück. Der Reinerlös dieses Marathons dient der Pfarr-Caritas im benachbarten Eger, die in diesem Jahr auf die üblichen staatlichen Zuschüsse verzichten muss und deshalb in eine schwierige finanzielle Lage geraten ist.

Äbtissin Laetita Fech betonte in ihrer kurzen Begrüßungsrede: "Aufmachen bedeutet, aus dem Alltag herauszugehen, Altes liegen zu lassen und der Sehnsucht Raum und Zeit zu geben. In Bewegung kommen, in Einfachheit losgehen, den Schritt ins Neuland wagen. Unterwegs innehalten, nach rechts und links schauen, sensibler werden für die ganze Welt."

Weiter wünschte sie auch im Namen der Mitschwestern, den Blick nach oben zu richten, mit Gott ins Gespräch zu kommen, anzuklagen, zu bitten, zu danken, zu loben und zu preisen, Kräfte zu sammeln, anzukommen am Ziel, aufzutanken und sich beschenken zu lassen und wieder zurückzukehren an den Heimatort." Den 14 Ultra-Marathonläufern überreichte sie anschließend jeweils eine gesegnete Pilgerplakette des "Via-Porta-Pilgerweges" als besondere Anerkennung.
Die Grüße der Stadt Waldsassen überbrachte Bürgermeister Bernd Sommer, den den Läufern für ihre Leistung seinen Respekt bekundete. Er ging auf die Beziehungen zwischen dem evangelischen Kloster in Volkenroda und dem Kloster in Waldsassen sowie die dazwischenliegende Strecke durch Tschechien ein.

"Wir wollen, dass die Menschen zueinander finden, zum Glauben finden und durch die Natur inspiriert werden." An die Ultra-Marathonläufer gewandt sagte er, "ich hoffe, dass sie neue Impulse und geistige Kraft auf der Strecke von Volkenroda bis nach Waldsassen gefunden haben." Kurze Dankesworte sprach auch Milos Skorpil von der gleichnamigen Laufschule aus Tschechien, der diesen Ultra-Marathon auch organisiert hatte.
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