Weinselig bei Mineralwasser

"En am Sonntag nach Schönbrunn" trug Toni Brandl vor. Das humorige Lied handelt von tierischen Ähnlichkeiten, von der Schwiegermutter als "alte Bissgurrn" und vom Menschenfresserhäuptling, der "... die Böhm" verschont, die ,Deitschn" aber gern fressen tät" ". Bild: kdi
Lokales
Waldsassen
16.10.2014
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Unterm Gewölbe im Johannesstüberl im Kloster blieb kein Platz mehr frei. Überaus groß war der Zuspruch mit über 70 Besuchern beim "Offenen Singen". Der Abend stand unter dem Motto "Wien, Wien nur du allein ...".

Seniorenbeauftragter und Mitinitiator Siegfried Achatz übernahm die Begrüßung und startete das Singen mit den obligatorischen Eröffnungs-Kanons - "Froh zu sein bedarf es wenig!" und "Auf ihr Brüder, auf und singt". Unter Leitung von Josef Reindl als Dirigent und Moderator ging es dann weiter.

"Wien, Wien nur du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein", stand als erstes Stück auf dem Programm. Nachdem der bekannte Refrain eingesungen war, galt es noch die Strophen zu meistern. Mit Unterstützung durch die Musikanten Walter Pilsak und Dieter Kannenberg mit Akkordeon und Gitarre war schließlich diese Hürde zu aller Zufriedenheit genommen. So konnten noch das Marschlied "Heut' kommen d'Engerl auf Urlaub auf Wean" und das "Schwalbenlied" mit der Textzeile "Muatterl unterm Dach ist ein Nesterl gebaut" eingesungen werden. "Ich hab die schönen Maderl'n net erfunden" und "Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental" brachten so manchen Teilnehmer in weinselige wienerische Stimmung - wenngleich die meisten mit Mineralwasser vorlieb genommen hatten.

Kaum zu unterscheiden

Zurückversetzt in die Zeit alter Schwarz-Weiß-Filme durften sich die Besucher in den Singpausen fühlen, als Siegfried Achatz in seiner unnachahmlichen Art als Hans Moser das Lied "Wann der Herrgott net will, nutzt es gar nix" zum Vortrag brachte. Der moserische Sprechgesang und das bekannte Nuscheln waren vom Original kaum zu unterscheiden.

Klaus Rösch leistete mit dem Couplet "Unser Vater is a Hausherr" - einst gesungen von Hans Moser und Paul Hörbiger - wieder seinen Beitrag. Allerdings hatte er den Text etwas abgeändert in dem er, auf seinen Vater bezogen, die Textzeile " ... denn unser Vater is a Hausherr und a Seidenfabrikant" durch " ... denn unser Vater is a Hausherr und arbat bei am Fabrikant" abgeändert hatte.

Als dritte "Zugabe" brachte Toni Brandl das von Franz Landgraf, vulgo "Graferl", oft gesungene Lied "En am Sonntag nach Schönbrunn kummt a Giegerl gloffn". So durften die Teilnehmer nach einem stimmungsvollen, mit Gesang, Musik und Humor gefüllten Abend dem Heimweg antreten - in der Erwartung, was sich Josef Reindl mit seinem Team für das Singen im November einfallen lässt.
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