Weiter für "echte" Umgehung

Die drei Vorstandssprecher Horst Gesell (rechts) sowie (von links) Johannes Schuster und Ludwig Wolf zusammen mit dem neu gewählten Beirat Andreas Bergauer. Bild: kdi
Lokales
Waldsassen
15.12.2014
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Die Verlegung der Bundesstraße B 299 auf die sogenannte Regionaltrasse treibt die Baubehörde wie geplant voran. Doch davon lassen sich die Leute von "Mitmachen lohnt" nicht beeindrucken. Die Bürgeraktion hält an ihrem Ziel fest.

Zahlreich waren die Mitglieder der Einladung zur Jahreshauptversammlung ins Gasthaus Schmid-Papierer gefolgt. Die Vorstandssprecher der "Bürgeraktion Waldsassen echte Umgehung e.V." (BA) - Horst Gesell, Johannes Schuster und Ludwig Wolf - informierten über den Sachstand der Planungen.

Horst Gesell hielt eine Rückschau auf die Arbeit der BA seit 1991. Alle Voraussagen der BA hinsichtlich des Verkehrsaufkommens seien eingetroffen. Vor allem der internationale Lkw-Verkehr nach dem EU-Beitritt Tschechiens sei erheblich angestiegen. Für diesen brauche es eine weiträumige Umgehung.

Verkehrsaufkommen steigt

2800 Unterschriften seien der Beleg für die Aufgabe zur Planung einer echten Ortsumgehung. Nach der Fertigstellung der Süd-Ost-Umgehung von Cheb/Eger im August 2015 dürfte sich das Verkehrsaufkommen und dabei vor allem der Lkw-Verkehr von Eger aus in Richtung Autobahnanschluss-Stelle Mitterteich erheblich steigern. Verschiedene Gutachten und Stellungnahmen seitens der Politik würden belegen, dass die BA nicht für eine Verzögerung des Baus einer Umgehungsstraße verantwortlich sei, erklärte Gesell. Textauszüge aus Gutachten, Schriftstücken und Presseveröffentlichungen sollten seine Aussagen belegen. Johannes Schuster verwies auf eine gemeinsame Aktion der BA mit der Bürgerinitiative gegen die Südost-Umgehung von Eger, die jedoch keinerlei Erfolg brachte. Die Umgehungsstraße ist in Bau und wird nächstes Jahr fertiggestellt. An die zuständigen Stellen in Tschechien dazu gerichtete Schreiben blieben ohne Antwort.Es sei abzuwarten, inwieweit das Straßenbauamt Weiden die berechtigten Einwendungen zu der in der Visualisierung vorgestellten Regionaltrasse ernst nimmt und diese einarbeitet.

Nachdem bekannt sei, dass mehrere Personen bereit seien, gegen die geplante "Bahntrasse" zu klagen, richtete Ludwig Wolf an die Versammlung die Frage, ob man dazu bereit sie, diese in ihrem Vorhaben zu unterstützen - was dann auch einstimmig befürwortet wurde.

"Jeder kennt und sieht das Verkehrsfiasko in der Egerer Straße, das ist unzumutbar. Nach dem Bau der Regionaltrasse wird sich der Lkw-Verkehr verdreifachen." Die Trassenwahl des Straßenbauamtes für die Bahntrasse sei 1995 erfolgt und würde sich nach den nun vorliegenden Grundlagen, Einschätzungen und Verkehrsprognosen als falsch herausstellen. Die Verantwortlichen stünden in der Pflicht umzudenken. "Es ist unverantwortlich und kleinkariert, wenn man stur eine falsche Planung durchsetzen will, nur weil man früher einmal so entschieden hat. Nur eine echte Umgehung ist eine sinnvolle Lösung für Waldsassen."

Dies würde auch dem Bürgerentscheid von 2009 entsprechen. Das Straßenbauamt habe die Aufgabe, aus den verschiedenen Umgehungsvarianten eine möglichst umweltverträgliche "echte" Umgehung zu planen und zu bauen.

Schnell und unproblematisch gestaltete sich die Nachwahl eines Beisitzers. Nachdem Hubert Wild durch Wegzug aus dem Gremium ausgeschieden ist, folgte die Versammlung dem Vorschlag von Horst Gesell und wählte Andreas Bergauer einstimmig als neues Mitglied in den Beirat.
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