"Wir wollen uns den Titel holen"

Lokales
Waldsassen
31.03.2015
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Der "Förderverein Welterbe Klosterlandschaft Waldsassen - Stiftland" ist unter Dach und Fach. Für Bürgermeister Bernd Sommer war die Freude groß, als überraschend viele Frauen und Männer in die Kloster-Aula gekommen waren und den Förderverein begründeten.

"Wir wollen den Weg antreten, der uns zusteht Weltkulturerbe zu sein und uns diesen Titel auch holen", sagte Sommer am Freitagnachmittag und meinte, der Weg wäre das Ziel. "Wenn wir selber erkennen, dass wir hier im Stiftland einzigartig sind, dann werden wir den Weg auch erfolgreich gehen."

Weltkulturerbe wäre mehr als nur die Klosteranlage selbst. Es gehörten zahlreiche Bauwerke und Kulturdenkmäler dazu und vieles, was die Mönchen einst hier kultiviert haben. Die Anwesenheit von MdL Tobias Reiß deutete Sommer als Signal für Unterstützung auf höherer Ebene. Und dass Landrat Wolfgang Lippert, Äbtissin Laetitia Fech und mehrere Bürgermeisterkollegen gekommen waren, bewertete Sommer als Zeichen, wonach das Stiftland hinter dem Streben stehe "Welterbe" zu werden. Kloster, Stadt, Landkreis, Stiftland seien wieder einmal auf dem Weg und verfolgten ein Ziel, bei dem alle mithelfen müssen, sagte Äbtissin Laetitia Fech. Dieser beschrittene Weg sei lange und könne bis zu zwei Jahrzehnte dauern. Doch wenn dieses Ziel erreicht sei "... werden wir ein Stück Geschichte." Das Kloster Waldsassen sei allen Legenden zum Trotz nicht im "Tal der Einsamkeit" gegründet. Es sei im Geflecht von Wegen entstanden. Der Platz, wo es stehe, sei Wegverbindung zwischen Osten und Westen, wo das Kloster-Stift eine bedeutende, Rolle gespielt habe. Landrat Wolfgang Lippert unterstrich in seinem Grußwort die touristische Aufwertung der Region mit dem Weltkulturerbe-Titel. Dieses Ziel zu erreichen benötige aber einen langen Atem. "Es werden Jahre vergehen, aber Oberpfälzer sind hartnäckig, zäh und zeigen Durchhaltevermögen." Auf Landschaft und sakrale Denkmäler müsse schon heute die schützende Hand gelegt werden, sagte der Landrat. Weltkulturerbe zu werden mache stolz und sei für die ganze Region eine große Herausforderung. Der Landrat sicherte zu, wo immer es nötig ist, dieses Vorhaben zu fördern und wünschte allen Mitstreitern viel Glück und Durchhaltevermögen. (Info-Kasten)
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