Wunderschön und liebenswert

Ich unterstelle jetzt einfach, dass genug Ernsthaftigkeit aller Beteiligten vorliegt und möchte darum bitten, dass man endlich einmal zu einer Lösung kommt.
Lokales
Waldsassen
23.11.2015
9
0

"Es gibt Traditionen, die darf man nicht brechen", bemerkte Bernd Sommer augenzwinkernd, als sich Ludwig Wolf meldete. Wenig später geißelte er die geplante Bundessstraßenverlegung. Nicht der einzige Redebeitrag bei der Bürgerversammlung.

"Ich wollte eigentlich einen kleinen Strauß Komplimente ausbreiten" erklärte am Donnerstag im Jugendheimsaal Jürgen Klein. Er war vor einem Jahr von München in die Klosterstadt gezogen und fühlt sich im Stiftland recht wohl, wie er bekannte.

Doch dann schnitt er den Durchgangsverkehr an und verglich die Situation im Verhältnis mit der in München am Mittleren Ring. "Ich unterstelle jetzt einfach, dass genug Ernsthaftigkeit aller Beteiligten vorliegt und möchte darum bitten, dass man endlich einmal zu einer Lösung kommt."

"Waldsassen ist eine wunderschöne und liebenswerte Stadt", nannte Klein einen Beweggrund für den Umzug nach Waldsassen; einige Ecken allerdings wären weniger liebenswert - etwa die Mitterteicher Straße mit den Supermärkten. Die neu entstehenden Gewerbeflächen auf dem Gelände der alten Bareuther-Tunnelofenhalle sollten nicht wieder im "Barackenstil", so Klein wörtlich, gestaltet sein. Bernd Sommer sagte, im neuen Gewerbegebiet werde darauf geachtet werden und verwies dabei auf den optisch ansprechenden Kassecker-Neubau an der Egerer Straße.

In grausligem Zustand

Die Renaturierung der Wondreb sei gelungen, fand Klein. Doch noch schöner gewesen wäre eine Wegeverbindung bis zum Wasserrad beim Fischaufstieg. Dieser Bereich sei in einem "grausligen Zustand". Bernd Sommer erklärte dazu, der Streifen ab der Heubrücke rechts neben der Wondreb gehöre dem Wasserwirtschaftsamt und dürfe laut Behörde gerne als Trampelpfad genutzt werden."Kann sie nur einladen, gehen Sie den fleißig."

Licht am Grottenweg

Ihren Antrag schriftlich abgegeben hatten Richard Steppan und Petra Wick: Sie laufen, wie Bürgermeister Sommer verlas, auch im Winterhalbjahr gerne auf dem Grottenweg und wünschten sich eine Beleuchtung der beliebten Rundwanderstrecke. "Klassisches Thema, das wir in den Stadtrat tragen werden", deutete Sommer an, dass die Anregung innerhalb der nächsten drei Monate darüber beraten werden wird.

Zwei Arten von Hunden

Der Stadtrat wird sich auch mit dem Antrag von Helmut Üblacker befassen. Der Groppenheimer regte als stellvertretender Hegegemeinschaftsleiter und als Obmann im Bauernverband an, die Hundesteuer für Jagdhunde und für Hunde auf Dörfen und Weilern zu erlassen.

"Manchen ist nicht bewusst, dass es zwei Arten von Hunden gibt", sagte Üblacker: "Hunde, die aus Spaß gehalten werden und Hunde, die einer Verwendung unterliegen." Üblackers Antrag untermauerte in einer weiteren Wortmeldung Jagdvorstand Josef Ernst aus Münchenreuth.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.