Züchter Mathias Markl: "Berleis" fault nicht und ist widerstandsfähig gegen Sturm, Insekten, ...
Neue Apfelbaumsorte in der Umweltstation

Lokales
Waldsassen
29.09.2015
14
0
Fachberater Harald Schlöger und Umweltstations-Leiter Michael Selinger bewerteten es als besondere Ehre: Bei der Eröffnung der 11. Obstbörse mit dabei war Mathias Markl aus Weilheim. Der versierte Obstfachmann mit eigener Züchtung war fast zwei Jahrzehnte Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins im Landkreis Weilheim/Schongau. An seiner Züchtung wolle er, Markl, nun auch die Umweltstation teilhaben lassen, erklärte Schlöger: Zur Eröffnung der Obstbörse ist ein Bäumchen der Sorte "Berleis" gepflanzt worden. Markl informierte ausführlich über die Entstehung dieser Neuheit, die 1991 aus Roter Berlepsch und Roter Eiser im Lehrgarten Narbonner Ring in Weilheim entstand. Seit 2. Dezember 2008 ist die Sorte geschützt.

Die Neuzüchtung ist eine aromatische Tafelsorte für Frischverzehr und Verarbeitung. Pflückreif ist der Apfel Anfang bis Mitte Oktober; die Genussreife dauert von Dezember bis Juni im Naturlager. Der Apfel faule nicht am Baum und auch nicht bei entsprechender Lagerung. Mit einem kräftigen Rot ausgefärbt ist der Apfel bei einer späten Ernte.

Kein Spritzmittel

"Die Sorte blüht spät und ist nicht witterungsempfindlich, widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau und wird von Blattläusen und dem Apfelwickler gemieden", heißt es in der Sorteninformation. Außerdem überstehe die neue Sorte Sturm und Hagel, kommt ohne Insektizid- und Pestizidspritzungen aus. Fast den ganzen Nachmittag konnte sich interessierte Obstgartler bei Mathias Markl selber informieren und auch die neue Kreation verkosten.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.