Zuerst zu den Schuhen

Der Basar zur Unterstützung der Asylsuchenden in Waldsassen verlief reibungslos. Weit größer als erwartet war die Resonanz auf den Aufruf des Sachausschusses "Asyl" des Pfarrgemeinderats. Das "Kinderbasar-Team" der Eltern-Kind-Gruppen brachte bei dem Angebot in abgewandelter Form seine Erfahrungen mit ein. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
19.07.2015
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Mit einem solchen Ansturm hatten Markus Scharnagl und Christian Mittereder nicht gerechnet. Schon vor 9 Uhr standen Leute mit Körben voll mit Sachen vor der städtischen Turnhalle.

Auf überaus große Resonanz stieß am Samstag der Basar zur Unterstützung der zurzeit in Waldsassen untergebrachten Asylbewerber in der städtischen Turnhalle. Für die Aktion verantwortlich war der Sonderausschuss "Asyl" des Pfarrgemeinderats.

Mit organisiert wurde das Angebot für Asylsuchende auch von der Kolpingsfamilie und der KAB. Deren Mitglieder waren von der Führungsspitze mit zur Unterstützung aufgerufen worden.

Reibungslos

Dank der Helfer des Pfarrgemeinderates, von Kolping und KAB ging aber alles reibungslos über die Bühne. Eine halbe Stunde später schon war der Großteil der Tische, Bänke und Kleiderständer mit den zu verteilenden Sachen belegt. Tatjana Schumacher von der AWO war bereits vor 10 Uhr mit der ersten Gruppe Asylbewerber eingetroffen. Sie staunten über das, was die Bevölkerung von Waldsassen und Umgebung ihnen zur Verfügung gestellt hat.

Pendelverkehr mit Kleinbus

Anschließend folgte dann Gruppe um Gruppe. Die meisten von ihnen machten zunächst vor den aufgereihten Schuhen für Kinder und Erwachsene halt und bedienten sich dort. Einige von den Frauen und Männern konnten es einfach nicht fassen, dass sie dies alles kostenlos bekommen. Die Abnehmer der Sachen erkundigten sich immer wieder, was sie dafür bezahlen müssten.

Mesner Michael Burger stellte sich mit seinem Kleinbus zum Transport von und zur der Wohnanlage in der Schützenstraße zur Verfügung. Alles was an Kleidung, Geschirr, Fernsehgeräten und Radios bis gegen Mittag nicht abgeholt worden war, kam ins Zwischenlager der AWO "Haus der Pflege" nach Mitterteich. Dort wird es für den "Notfallplan" bereitgehalten.
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