Zur Paten- eine Partnerschaft

Lokales
Waldsassen
05.01.2015
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Bei mehreren Treffen hat sich gezeigt: Das passt. In wenigen Wochen wird die Freundschaft zwischen den Städten Waldsassen und Chodau/CZ besiegelt.

Am 17. Januar voraussichtlich soll der Partnerschaftsvertrag bei den Nachbarn unterzeichnet werden; ein weiterer Festakt in Waldsassen wäre dann im Laufe des Jahres vorgesehen, hieß es jüngst in der Sitzung des Stadtrats.

Das Gremium hat dem Vorhaben einstimmig "grünes Licht" erteilt. Dabei erschien Bürgermeister Bernd Sommer ein Punkt besonders wichtig zu erwähnen: Dass die Patenschaft für die früheren Bewohner der Stadt Chodau, die aus ihrer Heimatstadt vertrieben worden waren, auch mit Chodov als Partner unberührt bleibt.

Seit 21. Juli 1956 besteht die Verbindung, die mitunter durch die "Chodauer Heimattreffen" dokumentiert wird. Mit den Verantwortlichen des "Chodauer Heimattags" ist die künftige Beziehung der beiden Städte abgestimmt. Josef Moder, Vorsitzender des Heimatausschusses, stehe der Städtepartnerschaft positiv gegenüber, heißt es in der Sitzungsvorlage.

"Das Stadtwappen von Chodau hängt schon lange im Rathaus", verwies Sommer auf die guten Verbindungen zu der Stadt, gut 50 Kilometer von Waldsassen entfernt, ganz in der Nähe von Karlsbad. In der Vergangenheit bei gegenseitigen Besuchen habe sich aber gezeigt, dass aus den Beziehungen mehr werden könnte. "Die Zeit ist jetzt reif", sagte Sommer.

Kein Trägerverein nötig

Beide Städte ergänzten sich gut, heißt es auch in der Vorlage der Verwaltung. "Das Verhältnis zwischen beiden Verantwortlichen stimmt." Auch im Hinblick auf künftige Förderkulissen wäre ein Partner in der Tschechischen Republik gut. "Bei einer Städtepartnerschaft mit Chodov bräuchte man wegen der räumlichen Nähe auch keinen Trägerverein."

In den Fraktionen gab es über den Abschluss und die gegenseitigen Impulse keinerlei Zweifel und keine Debatten. CSU-Sprecher Andreas Riedl griff den Ball auf, den zuvor Städteplaner Josef Weber bei der Präsentation des integrierten Entwicklungskonzept erläuterte, wonach Waldsassens Bedeutung als "Tor zum Egerland" herausgestellt und mitunter die sprachlichen Barrieren beseitigt werden sollten. Die Städtepartnerschaft sei eine Möglichkeit, über den ehemaligen Eisernen Vorhang die Hände zu reichen und gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Beim Bürgerfest könnte dies gefeiert werden.

"Cheb ist zu groß, Chodov passt besser", sagte Johannes Schuster (SPD) über die Gemeinsamkeiten, die mit der unmittelbaren Nachbarstadt nicht bestünden.

Und bei den künftigen Förderkulissen könnte die neue Partnerstadt behilflich sein. "Das bietet sich geradezu an", sagte Freier Wähler Bernhard Lux im Hinblick auf die früheren Verbindungen nach Chodau.
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