Äbtissin Laetitia Fech erläutert Klosterfreunden Planung
Schwerpunkt Inklusion im Mühlenviertel

Der Mühlenkasten an der Brauhausstraße soll im Herbst dieses Jahres abgerissen werden. Bild: kgg
Politik
Waldsassen
28.04.2016
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Seit knapp zwei Jahren laufen die Voruntersuchungen für eine Machbarkeitsstudie des Modellprojektes "Mühlenviertel".

Darauf hat Äbtissin Laetitia Fech bei der Jahreshauptversammlung der Klosterfreunde (wir berichteten) hingewiesen. In enger Zusammenarbeit mit der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) will die Abtei Waldsassen das Projekt "Gemeinschaftlich Wohnen, selbstbestimmt leben" etablieren.

Zuschussgeber am Tisch


Mit der Schirmherrin dieses Projektes, Ministerin Emilia Müller, hätten sich alle Zuschussgeber zu einem ersten "Runden Tisch" im Juli 2015 in Waldsassen getroffen, um die Planung und das Finanzierungskonzept vorzustellen. Wie die Kloster-Chefin sagte, sei hier Ziel und Schwerpunkt dieses Projektes das Thema "Inklusion". Damit solle in Waldsassen ein Wohnangebot geschaffen werden, durch das Menschen mit Behinderung, Senioren und junge Menschen selbstständig leben, soziale Kontakte pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. In dem Wohnobjekt sei die Versorgung der Bewohner durch Eingliederungshilfe, beziehungsweise Pflegeleistung für Senioren sichergestellt. Zudem werde gegenseitiges ehrenamtliches Engagement der Bewohner gefördert.

Unter einem Dach sollen 14 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung entstehen. Außerdem sind geplant vier Kleinwohnungen mit Küche und Bad sowie vier 2-Zimmer-Wohnungen mit 45 bis 50 Quadratmeter für Personen aus Waldsassen und Umgebung, die behindert oder altersbedingt barrierefrei wohnen wollen. Die Wohnungen seien auch für die Zielgruppe Alleinerziehender oder auch jungen Paare gedacht.

Äbtissin Laetitia Fech freut sich und war dankbar dafür, dass die Diözese Regensburg der Abtei finanziell unter die Arme greift - bei der Stärkung der Eigenmittel des Klosters von 2,8 Millionen Euro. (Info-Kasten)

Physiotherapiepraxis und PilgerherbergeIm Wohnkomplex ist mit ein großer Gemeinschaftsraum vorgesehen. Dieser ist von allen Wohnbereichen aus gut erreichbar und kann für gemeinsame Veranstaltungen oder informelle Treffs genutzt werden. Auch die Außenanlagen sollen so gestaltet werden, dass dort zum Beispiel auch gemeinsame Grillabende stattfinden können. Die ebenfalls in diesem Gebäudekomplex geplante Physiotherapiepraxis sowie die Pilgerherberge tragen nach den Worten von Äbtissin Laetitia Fech mit zur weiteren Belebung des Standorts und seine Einbindung in das örtliche Leben der Stadt bei. Die Planungen laufen nach den Worten der Äbtissin termingerecht und so - Gott und der Heilige Joseph es wollen - könnte im Herbst dieses Jahres noch mit dem Abbruch des "Mühlenkastens" und der Baustelleneinrichtung begonnen werden. (kgg)
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