Architekt Peter Brückner stellt Pläne für Rathaus-Sanierung vor
Arkaden und Stadt-Balkon

Bei der Stadtratssitzung zeigte Architekt Peter Brückner Bilder, wie das Rathaus mit dem neu gestalteten Eingangsbereich nach der Sanierung aussehen könnte. Bild: Brückner & Brückner Architekten Tirschenreuth/Würzburg
Politik
Waldsassen
18.03.2016
368
0

Von einem "wunderbaren Projekt" sprach Peter Brückner, als er die Entwürfe erläuterte: Der Architekt präsentierte dem Stadtrat, wie das Rathaus nach der Sanierung aussehen wird. Dabei zeigte Brückner auch beeindruckende Bilder.

Die Grundrisse der einzelnen Etagen und das Raumprogramm waren bereits in der Sitzung im Dezember präsentiert worden (wir berichteten). Am Donnerstag interessierten bei der Sondersitzung im Sparkassensaal vor allem die Ansichten. An der Rückseite zum Rathaushof hin sind in die Fassade, die an sich nicht wesentlich verändert wird, hinter Arkaden zwei filigrane "Fluchttreppenhäuser" links und rechts neben dem Giebel integriert.

"Was wir nicht wollten ist, dass man einfach eine Stahltreppe ranhängt." Die Treppenhäuser sind auch von jedem Geschoss aus zugänglich und als "Balkon" nutzbar. Die Glasbausteine an der Rathaus-Rückseite werden gegen normale Fenster ausgetauscht.

Keine Sirene, keine Strahler


Als eine Art "Stadtbalkon" nutzbar ist auch die, so Brückner, "überdachte Eingangssituation" an der Vorderseite. Sie ist die größte Veränderung an historischen Fassade. Fensteröffnungen ermöglichen einen Einblick in das offene Rathaus; das Foyer mit freien Blick auf die Basilika gegenüber könne als eine Art "kleiner Marktplatz im Inneren des Gebäudes" dienen. In der Diskussion ein Thema waren unter anderem die Dachgauben: Die jetzige Schleppgaube soll künftig verschwinden. "Historisch gab es nie Gauben", sagte Brückner und schlug als Alternative neuartige Lamellen-Öffnungen in der Dachschräge vor. Deren Einbau sei, wie alle anderen Gestaltungs-Details, mit dem Landesamt für Denkmalspflege abgesprochen. Die Lamellenlösung sei wohl sehr aufwendig aber nicht teurer als eine Gaube. "Es wäre nicht von Nachteil, wenn wir die vom Rathaus herunter bekämen", beantwortete Brückner eine Frage aus den Reihen des Stadtrats, wie es denn mit den Strahlern zur Beleuchtung der Basilika wäre. Auch für die Feuer-Sirene solle ein anderer Platz gefunden werden. Gut wäre nach Einschätzung von Brückner auch, wenn der Bereich vorm Rathaus künftig von Autos frei gehalten werden könnte; ideal wäre eine Stellfläche für Fahrräder. Fenster und Glaselemente würden dem historischen Vorbild empfunden; "... also historisches Glas, aus regionaler Produktion", wie Bürgermeister Bernd Sommer dazu feststellte. Am Ende billigte der Stadtrat geschlossen den Entwurf. Nächster Schritt sind weitere Abstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalspflege, ehe die Eingabeplanung gefertigt wird.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.