Bebauungsplan-Entwurf
Fabrikgelände Gewerbegebiet

Die Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet zweigt in der Mitterteicher Straße ab. Die Erschließungsstraße verläuft neben der künftigen Bundesstraße und endet vorerst auf Höhe Neuteichweg mit einem Wendehammer. Bild: hfz
Politik
Waldsassen
17.09.2016
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Das Wohnhaus an der künftigen Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet wird ab Montag abgebrochen. Die Fenster, die erst vor wenigen Jahren erneuert worden waren, hat der frühere Inhaber ausgebaut. Bild: kgg

Eine attraktive Fläche, zusammenhängend und bis zu sechs Hektar groß: Am Eingangstor Waldsassens entsteht Platz für Firmenansiedlungen.

Längst ist bekannt, dass das ehemalige Gelände des Bareuther Werks A Gewerbegebiet werden soll. Jetzt wird parallel zu Abbruch- und Bodensanierung das Planungsverfahren eingeleitet. In der öffentlichen Sitzung des Stadtrats (Montag, 19. September, 17 Uhr, Sparkassensaal Egerer Straße) steht unter Punkt 6 der Tagesordnung der "Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan für das Gewerbegebiet und Mischgebiet ehem. Porzellanfabrik Bareuther Werk A" zur Diskussion. Bürgermeister Bernd Sommer lässt im Gespräch mit dem NT keinen Zweifel daran, dass das Verfahren mit der Fachstellen-Beteiligung rasch durchgezogen werden muss, "damit Baureife erreicht wird."

Zwei Abschnitte


"Die Nachfrage ist da", verrät Bernd Sommer: Ein Interessent "möchte konkret sofort loslegen". Der Standort der Waldsassener Firma solle entlang der neuen Bundesstraße zentralisiert werden. Daneben gebe es weitere Investoren. Deshalb wird das Vorhaben in zwei Abschnitte geteilt: Im ersten ist die Gewerbefläche rund 2,5 Hektar groß und reicht bis auf Höhe der Tennisplätze. Der Grund zwischen der ehemaligen Bahnlinie und hinter der Bebauung entlang der Mitterteicher Straße gehört bereits der Stadt. Für den zweiten Abschnitt als Option ist der Grunderwerb noch nicht ganz abgeschlossen, wie es heißt. Die Erweiterung des Gewerbegebiets würde dann bis hinter den Ortseingang Waldsassens an der Mitterteicher Straße reichen. "Es entsteht neues Gewerbe wo altes war", sieht Bürgermeister Sommer ideale Voraussetzungen für Betriebsansiedlungen. Parallel zur künftigen Bundesstraße entlang des früheren Bahndamms verläuft dem Entwurf zufolge die Erschließungsstraße.

Abbruch ab Montag


Die zentrale Zufahrt ist von der Mitterteicher Straße aus geplant. Letzte Gebäudereste der Fabrik sind entfernt. Das Wohnhaus, das dort noch auf dem Grund für die künftige Straße steht, wird ab Montag abgerissen. Die Bundesstraße wird während der Abbrucharbeiten halbseitig gesperrt.

Verunreinigter Boden nach Leipzig und Stuttgart"Wir tun praktisch das ganze Glump raus", sagt Bürgermeister Bernd Sommer auf NT-Anfrage über die Bodensanierung am früheren Bareuther-Gelände. An Schadstoffen sei nichts gefunden worden, was nicht vorher schon bekannt gewesen wäre oder Boden und Wasser hätte gefährden können. Aber die Entsorgung werde von Jahr zu Jahr teurer. Vor allem Teer-Rückstände seien aufgetreten: "Früher hat man das Zeug zur Steinmühle gefahren, dann zur Sandmühle." Inzwischen müssten die Ladungen teils nach Stuttgart und Leipzig verfrachtet werden. "Wir sind manchmal froh, dass uns Deponien das Material überhaupt noch annehmen." Die Entsorgung wird über die beauftragte Firma Plannerer koordiniert, daneben ist Dr. Eckard Walcher als geowissenschaftlicher Berater mit eingeschaltet, außerdem das Ingenieurbüro Steppan. Auch Stadtbaumeister Hubert Siller ist regelmäßig vor Ort. Für eine kostengünstige aber fachgerechte Entsorgung des verunreinigten Bodens muss dieser nach Höhe der jeweiligen Schadstoffkonzentration getrennt und beprobt werden. Erst wird entschieden, wohin das Material gebracht werden kann. (pz)
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