Bevölkerungsentwicklung in Waldsassen
Positiver Saldo

Bürgermeister Bernd Sommer am Rednerpult bei der Bürgerversammlung. Unter den vielen Besuchern Stadtratsmitglieder und Stadt-Mitarbeiter. Bild: pz
Politik
Waldsassen
19.11.2016
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In Berlin der Prenzlauer Berg, in Waldsassen die Mühlbachgasse: Ein neues "Trendviertel" soll entstehen an der Wondreb, mit gefragtem Wohnraum.

Fit für die Zukunft, noch schöner, noch blühender und noch aufgeräumter als bisher schon: So präsentierte Bürgermeister Bernd Sommer die Klosterstadt im Jahre 2020. Nahtlos ging der Blick in die Zukunft über, nach der Rückschau auf das Erreichte - verpackt in eine Präsentation. Dazu gehörte auch das Wohnen in der Innenstadt: "Wenn Brachen verschwinden, zieht das die Nachbarschaft nach oben." Das städtische Wohnhaus an der Mühlbachgasse sei "entmietet" und werde im Zuge der Planungen im Mühlenviertel (wir berichteten) abgerissen. Dort sollen Parkplätze entstehen, auch für Rathaus-Mitarbeiter.

Qualifizierter Zuzug


Zum Jahresbericht war auf den Tischen ein Geheft mit den wichtigsten Zahlen aufgelegt - etwa auch die zur Bevölkerungsentwicklung: "Die Leute verlassen Waldsassen": Mit diesem "Gerücht", wie er sagte, räumte Bernd Sommer gleich zu Beginn auf. "Der Saldo ist seit Jahren positiv." Einzig die Geburten- und Sterberate verursache den Rückgang der Einwohnerzahl. Sommer räumte deren Steigerung durch Asylsuchende ein, sprach andererseits aber auch von einem "qualifizierten Zuzug": Auswärtige wählten Waldsassen als Lebensmittelpunkt. "Ginge es so weiter, dann würden wir dem demografischen Wandel ein Schnippchen schlagen."

Der alte Rathaussaal mit aufgerissenem Boden: Dieses Bild sahen die Besucher schon vergangenes Jahr. "Der Stand ist unverändert", bedauerte Sommer die Verzögerung bei der Sanierung des Anwesens am Basilikaplatz, ebenfalls die Kostenexplosion auf rund 6,9 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt liege bei 1,7 Millionen Euro. 2018 solle das Projekt abgeschlossen werden. "Wir würden jetzt gerne anfangen das Rathaus zu sanieren", erklärte Sommer. Doch der Denkmalschutz halte das Thema auf. Der Bürgermeister verriet, dass er auf Mails inzwischen keine Antwort mehr erhalte. "Wir wissen nicht einmal, ob sie einen Cent mit dazu geben können."

Stiftland-Thema Welterbe


Als "klares Ziel und nicht mehr nur Vision" bezeichnete Sommer das Projekt "Welterbe Klosterlandschaften": "Aber der Weg ist noch weit", sagte der Bürgermeister, als auf der Leinwand das Logo gezeigt wurde. Es dürfe gerne verwendet werden, etwa auf Briefköpfen. Das Bestreben in die Unesco-Liste zu kommen solle ein, so wörtlich, "Thema aller Menschen im Stiftland sein."
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