Bürgeraktion fordert Lulftschadstoff-Messungen
Wichtiges Kriterium

Die Messung der Luftschadstoffe an drei Punkten in Waldsassen hat die Bürgeraktion "Mitmachen lohnt" beantragt. Archivbild: hfz
Politik
Waldsassen
11.06.2016
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In der Egerer Straße, beim Kinderhaus St. Michael, bei den Schulen: An diesen Punkten soll nach dem Willen der Bürgeraktion "Mitmachen lohnt" die Schadstoffbelastung in der Luft gemessen werden. Die Ergebnisse sollen noch in das Planfeststellungsverfahren mit einfließen.

Der Antrag ist zur Sitzung des Stadtrats am Montag, 13. Juni, eingereicht worden. "Die Einwohner Waldsassens, die Kinder und Schüler haben ein Recht auf gesunde Lebensbedingungen", heißt es in dem von den Vorstandssprechern Maria Thomas und Ludwig Wolf unterzeichneten Schreiben. Gesundheitsgefahren durch Lärm, krebserregende Abgase und Feinstaub seien bekannt und unumstritten.

"Ad absurdum"


Im Planfeststellungsverfahren für die Verlegung der Bundesstraße B 299 seien deshalb auch die Feinstaubwerte wichtiges Entscheidungskriterium. "Alle Einschätzungen und Prognosen, auf denen die Planung der Regionaltrasse und die Trassenwahl beruht, haben sich als unzutreffend und gravierend falsch erwiesen." Dabei führen die Antragsteller das enorme Lkw-Verkehrsaufkommen an. "Die im Planfeststellungsverfahren angeführten Emissionswerte sind somit ... ad absurdum geführt." In Waldsassen hat es nach Informationen der Bürgeraktionen bisher keine Messungen gegeben; Werte der Stadt Arzberg seien auf Waldsassen umgerechnet worden, "... jedoch auf der Basis falscher Verkehrszahlen." Außerdem wäre die Situation in Waldsassen mit Arzberg nicht vergleichbar, heißt es. "Es wäre daher verantwortungslos, ungeprüft und ohne Luftschadstoffmessungen, die Gesundheitsrisiken für die Menschen in Waldsassen nicht ernst zu nehmen oder leichtfertig abzutun."

Kein Beschluss


Karl-Hans Hofmann, Geschäftsleiter der Stadtverwaltung, bestätigte auf NT-Anfrage den Eingang des Schreibens der Bürgeraktion. "Es spricht nichts dagegen", erklärte Hofmann über die Anregung; ein Stadtratsbeschluss sei nicht nötig. Die Vorarbeiten in Absprache mit dem Landesamt für Umwelt würden verwaltungsintern erledigt. (Info-Kasten)

Sitzung um 16 UhrBereits um 16 Uhr beginnt die öffentliche Sitzung des Stadtrats am Montag, 13. Juni, im Sparkassensaal - nach Angaben der Verwaltung wegen eines Termin von Bürgermeister Bernd Sommer am Abend. Unter anderem geht es um den Jahresbericht 2015 der Stadtbücherei und einen Überblick über die laufenden Baumaßnahmen. Ein Thema ist auch die Jahresrechnung 2015. (pz)
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