CSU-Rat Harald Hertel prangert Verstoß gegen Grünordnung an
Kriechmispeln und Knallerbsen

Die Veränderungen an der Egerer Straße im Zusammenhang mit der Kassecker-Betriebserweiterung waren jetzt im Stadtrat ein Thema. Konkret ging es um Baumfällungen und die Auswahl der Bodendecker-Pflanzen. Bild: kgg
Politik
Waldsassen
18.06.2016
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Harald Hertel ist CSU-Stadtrat und das "grüne Gewissen" in der Fraktion. In der jüngsten Sitzung monierte der Vorsitzende der Bund Naturschutz-Ortsgruppe die Fällung des "letzten Straßenbaums" in der Egerer Straße.

Konkret ging es in der Anfrage am Ende der öffentlichen Sitzung um die Baumaßnahme der Firma Kassecker am ehemaligen SV-Gelände, neben der Städtischen Turnhalle. "Das mag ja alles sein", sagte Hertel über Argumente, wonach der stattliche Baum die Sicht an der Einmündung behindert hätte. "Aber warum hat das der Planer damals nicht thematisiert ?"

Heimische Gehölze


Außerdem war Hertel nicht besonders zufrieden mit der Auswahl der Bodendecker-Pflanzen am Hang vom früheren SV-Sportplatz zur Egerer Straße hin: Die Kriechmispel (Cotoneaster radicans) stammt aus China. Knallerbsen, auch Schneebeere (Symphoricarpos) genannt, waren in Amerika daheim. "Da möchte ich schon wissen, was daran heimisch sein soll", erklärte Hertel. Er erinnerte mit Nachdruck an die Vorgabe im Bebauungsplan, wonach eben solche Gehölze zu verwenden sind. Der CSU-Rat beantragte, dass die Stadt die Auflage erteilen möge, für den gefällten dominanten Baum zwei neue größere Bäume zu pflanzen und forderte die Grünordnung einzuhalten. Wie es hieß, wird sich Bürgermeister Bernd Sommer der Sache annehmen und eine einvernehmliche Lösung für beide Seiten anstreben.
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