Diskussion um Bauvorhaben
Überbreite Dachgaube

Politik
Waldsassen
22.09.2016
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Private Investitionen anstoßen will "Ort schafft Mitte": Dem bayernweiten Modellprojekt gehört Waldsassen an - mit dem "Quartier Egerer Straße".

Ein konkretes Vorhaben ist jetzt im Stadtrat behandelt worden. Der Inhaber des "Gimpel"-Anwesens (Egerer Straße 4) will es sanieren: Das Geschäft bleibt, die Fassade soll erneuert werden. Ein Lagerraum im Erdgeschoss wird Wohnung. Im Obergeschoss wird eine vorhandene Wohnung saniert, zwei weitere entstehen im Dachgeschoss. Es wird dafür ausgebaut. Geplant ist eine übergroße Gaube - etwa 15 Meter breit. Zulässig sind aber nur 1,40 Meter. Das Bauamt aber war für eine Befreiung, weil der Bereich von außen nicht eingesehen werden kann. Außerdem wäre das Dachgeschoss ohne Gaube gar nicht nutzbar, heißt es. "Wegen der fehlenden Nachbarunterschriften wurden die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke angeschrieben und um Stellungnahme gebeten", heißt es in der Vorlage. Dies, erklärte Verwaltungs-Geschäftsführer Karl-Hans Hofmann auf Anfrage von Johannes Schuster (SPD), sei aber kein Anlass das Vorhaben nicht zu billigen. "Wir vertrauen aufs Bauamt bei Problemen mit den Nachbarn eine Konsenslösung herbeizuführen." Die Planung sei kein Hemmnis für weitere Vorhaben, erklärte Bürgermeister Bernd Sommer auf Anfrage von Harald Hertel (CSU). "Interessant", wäre die Gaube, aber sie sei im Innenhof kein Problem", meinte Bernhard Lux (Freie Wähler). Es sei gut, wenn Wohnraum geschaffen werde. Auch Andreas Riedl (CSU) begrüßte das Vorhaben.

Den Entwurf für den Bebauungsplan "Ehemalige Porzellanfabrik Bareuther Werk A" (wir berichteten) hat der Stadtrat genehmigt. Die Einwände nach Auslegung im Oktober sollen im Dezember behandelt werden.
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