Dokumentarfilm über interkulturellen Garten
Video-Anleitung für Integration

Alle am Filmprojekt beteiligten Personen trafen sich jetzt im Kunsthaus Waldsassen zur Premiere. Bild: kgg
Politik
Waldsassen
18.11.2016
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Als beispielhaft gilt der interkulturelle Gemüsegarten an der Schützenstraße. Jetzt gibt es darüber einen Dokumentarfilm. Der soll Nachahmer motivieren.

Schüler der 8c der Realschule im Stiftland waren vergangenes Jahr auf Initiative von Umweltstation-Leiter Michael Selinger in das Projekt "Gärten im Wandel" eingebunden. Dabei war auch der Garten bei der Flüchtlingsunterkunft an der Schützenstraße angelegt worden. Die Schüler dokumentierten die Arbeiten mit der Kamera und schnitten daraus zusammen mit dem Diplompädagogen Günter Klarner in der Schule einen Dokumentarfilm (wir berichteten). Die Abschlussarbeit präsentierten die Schüler zusammen mit Michael Selinger und ihrem Bio-Lehrer Thomas Wittwer am Dienstagabend im Kunsthaus einem breiten Publikum. Und das war vollauf begeistert.

Selinger freute sich, dass viele Neubürger gekommen waren, die in Waldsassen Zuflucht gefunden haben. "Eine riesige Spielwiese, auf der man unheimlich viele Methoden ausprobieren kann", sagte Selinger über den Garten. Damit ließen sich viele Menschen erreichen, die sich einbinden lassen möchten. Eine Art "Bauanleitung" sei der Streifen - wie man Menschen mit in die Gesellschaft integrieren und zu ihrer Verwurzelung beitragen könne. "Das Engagement der Flüchtlinge zeigt, dass sie sich in Waldsassen verwurzelt haben." Das Gartenprojekt an der Schützenstraße sei nach dem eintägigen Arbeitseinsatz Selbstläufer.

Bürgermeister Bernd Sommer ging auf die Bevölkerungsentwicklung ein: Die Einwohnerzahl sei nicht geschrumpft. Dies sei den Flüchtlingen und auch dem einem oder anderen Zuzug zu verdanken. "Seit wir uns so weltoffen ... zeigen, kommen auch andere Menschen zu uns." Mit dem Filmprojekt zeigten die Schüler: "Wir alle wollen in Frieden und Eintracht leben. Thomas Wittwer stellte auch namens der mit anwesenden Rektorin Kerstin Janke und Konrektor Stephan Drexler die Zusammenarbeit der Realschule im Stiftland und der Umweltstation heraus. Der Lehrer stellte die am Projekt beteiligten Schüler den Besuchern vor.

Die Arbeit und das Essen


Thomas Dörfler von der Uni Bayreuth, die in das Projekt der Umweltstation eingebunden ist, fragte die Schüler nach ihren Eindrücken während der Arbeit - und ob sie sich können, diese Erfahrungen weiter zu verarbeiten. Auf die Frage, was besonders Spaß bereitet habe, erklärten die Schüler: Das Zusammensein mit den Flüchtlingen, das Arbeiten mit ihnen und die Zubereitung und das Essen habe sie sehr beeindruckt.
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