Eltern-Kind-Akademie II
Lebenspraxis zum Feierabend

Bestandteil der Evolutionspädagogik sind gezielte Bewegungsübungen. Damit werden neurologisch nachweisbar neue Vernetzungen im Gehirn geschaffen, die dem Kind andere Strategien des Aufgabenlösens ermöglichen. Bild: hfz
Politik
Waldsassen
28.10.2016
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Die "Eltern-Kind-Akademie II" startete jetzt an der Mittelschule. Erklärtes Ziel der Aktion: Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Das Projekt ist im landesweiten Programm "Gute gesunde Schule Bayern" entstanden, heißt es in einer von Rektorin Claudia Strobl-Dietrich übersandten Pressemitteilung: Eltern könnten zur Feierabendzeit gemeinsam mit ihren Kindern unter Anleitung von Fachreferenten an aktuellen Themen arbeiten und lebenspraktische Kompetenz vertiefen. Dabei stehen den Angaben zufolge immer auch die Freude am gemeinsamen Lernen und Erleben sowie der schulart- und jahrgangsüber- greifende Austausch von Eltern und Kindern im Vordergrund. Das aktuelle Kursangebot ist, wie auch vergangenes Jahr, komplett ausgebucht. Hauptpartner und Unterstützer ist das Gesundheitsamt Tirschenreuth, koordiniert wird das Angebot von Diplom-Sozialpädagogin Claudia Massenbichler. Kursleiterin und Referentin für die "Eltern-Kind-Akademie II" ist Lernberaterin und Evolutionspädagogin Christina Paul. Sie erarbeitet zusammen mit Eltern und ihren Kindern theoretische und praktische Strategien, wie Lernblockaden möglichst einfach und wirksam abgebaut werden können. Diese belasteten nicht nur Erzieher, Eltern und Lehrer sondern besonders auch die Schüler. "Konzentrationsprobleme, geringe Belastbarkeit oder Aggressivität bei Kindern können die Folge sein."

"Anders" und "um die Ecke"


Eltern wüssten mit Verhaltensauffälligkeiten der Kinder nur schwer umzugehen. Besonders "anders denkende" oder "um die Ecke denkende" Kinder hätten Schwierigkeiten bei einem zeitlich eng getakteten und ergebnisorientierten Lernraster. Diese Probleme basierten häufig auf neurologischen Abläufen im Gehirn.

Problemlos zu Hause


"Hier setzt das Konzept der Evolutionspädagogik an", heißt es in der Mitteilung: Durch gezielte Bewegungsübungen würden alle Gehirnbereiche aktiviert und vernetzt. Im praxisorientierten Eltern-Kind-Kurs werden diese Bewegungsübungen vorgestellt, die zu Hause regelmäßig und problemlos ausgeübt werden können. (Hintergrund)

HintergrundChristina Paul ist Evolutionspädagogin, Lernberaterin P.P./Coach P.P. sowie Fachoberlehrerin an einer Mittelschule. Sie bildet zusammen mit Ludwig Koneberg, dem Leiter des Instituts für Praktische Pädagogik (P.P.) in München Lernberater aus. Lernberatung P.P heißt Lernen durch Bewegung. Gezielte Bewegungen schaffen neurologisch nachweisbar neue Vernetzungen im Gehirn, die dem Kind andere Strategien des Aufgabenlösens ermöglichen. Durch das Zusammenspiel beider Gehirnhälften und verschiedener -bereiche lösen sich Blockaden. Das Gelernte kann abgerufen werden, Konzentration wird möglich.

Evolutionspädagogik geht davon aus, dass jeder Mensch bis zum 5. Lebensjahr sieben verschiedene Entwicklungsstufen durchläuft. Da Bewegungs- und Gehirnentwicklung verbunden sind, können nicht ausreichend trainierte Bewegungs-Abfolgen im Baby- und Kleinkindalter Auswirkungen auf Lernen und Verhalten haben. Durch das Nach-Erleben von speziellen Bewegungsübungen können ungenügende Vernetzungen im Gehirn ausgebaut, Defizite behoben und neue Talente gefördert werden.
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