Erste Ausstellung im Kunsthaus
Die Schönheit von Elektrokabeln

Ein Mosaiksteinchen in Form einer Geldspende überreichten Wolfgang Lippert und Ludwig Zitzmann (von links) an Bürgermeister Sommer, Markus Braun und Wolfgang Horn (von rechts). Bilder: Grüner (3)
Politik
Waldsassen
28.09.2016
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Aus kleinen Mosaiksteinchen entstehen Bilder. "Für das große Kunstwerk Kunsthaus Waldsassen habe ich ein solches Mosaiksteinchen mitgebracht". Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberpfalz Nord, Ludwig Zitzmann bei der Eröffnung des neuen kulturellen Treffpunkts in der Klosterstadt.

Zusammen mit Landrat und Vorsitzenden des Sparkassen-Stiftungsrats des Landkreises Tirschenreuth, überreichte er an Wolfgang Horn und Markus Braun, Vorsitzende des Kunstvereins Waldsassen einen symbolischen Scheck über 1000 Euro. Das Schreiben mit der ausführlichen Erläuterung des Kunsthauses habe die Stiftungsräte und die Verantwortlichen im Stiftungsvorstand restlos überzeugt, hier ein Scherflein aus dem Topf der Sparkassenstiftung beizusteuern. Die Sparkasse unterstütze Vereine, Institutionen und Zukunftsweisende Projekte vielfältig und kleinteilig in der Breite. "Dadurch ermöglichen wir Objekte, die ansonsten vielleicht nicht machbar wären.

Erste Ausstellung


Am Samstag wurde auch die erste Ausstellung im Kunsthaus eröffnet. Präsentiert werden 99 kleine und große Fotografien der Baustelle von Monika Dillenkofer, Herbert Schlittenbauer, Markus Braun, Wolfgang Horn, Paul Zrenner und Ferdinand Sperber. Es ist die Best of Auswahl aus 3000 Fotos.

Wie es sich für das KuWa geziemt sind das nicht nur reine Momentaufnahmen einer bestimmten Situation, sondern wirklich künstlerische Arbeiten. Die Lichtmaler haben sich wirklich Gedanken darüber gemacht, wie sich mit Hilfe der Fotografie eine ganz normale Baustelle künstlerisch umsetzen lässt. Herbert Schlittenbauer sagte, es sei Zielsetzung gewesen, kreative Aspekte bei den Umbauarbeiten zu erkennen und im Bild festzuhalten. Es handle sich um eine Kunst, die meist von den Handwerkern verursacht, zufällig entstanden, nur kurze Zeit zu sehen und dann wieder überdeckt war. Die Schönheit eines Ständerwerks, Rohrleitungen die dann unter dem Estrich verschwanden, Strukturen, geschaffen durch den Auftrag des Fliesenklebers, die akkurate und farbenprächtige Verlegung der Elektrik aber auch der schöne Dachstuhl und das Mauerwerk sind dabei gewürdigt worden.

Der Mensch macht das Bild


Schlittenbauer weiß, dass die künstlerische Qualität einer Fotografie vom Menschen hinter der Kamera, nicht vom Equipment abhängt. Bei der Ausstellung sind Bilder zu sehen, die mit Profikameras aber auch mit dem Smartphone aufgenommen worden sind. "Die beste Kamera ist die, die gerade zur Hand ist, wenn das Motiv da ist", erklärte Schlittenbauer. Die Ausstellung ist noch zwei Mal, am 5. und 12. Oktober, jeweils von 17 bis 19 Uhr zu sehen.

Die beste Kamera ist die, die zur Hand ist, wenn das Motiv da ist.Herbert Schlittenbauer
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