Freibad-Statistik
Schlechtes Wetter kostet Geld

Hochbetrieb herrschte im Egrensis-Bad 2016 eher selten - der durchwachsene Sommer sorgte im vergangenen Jahr dafür, dass am Ende der Saison nur 33 000 Gäste gekommen waren. Niedriger lagen die Besucherzahlen nur in den Jahren 2007 und 2014. Archivbild: Grüner
Politik
Waldsassen
17.05.2017
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Bei der Anzahl der Besucher ist dieses Jahr noch Luft nach oben. Wenige Tage nach dem Auftakt für den Badespaß diesen Sommer war die Freibad-Saison 2016 im Stadtrat ein Thema.

"Wettermäßig war's durchwachsen", erklärte Bürgermeister Bernd Sommer den Rückgang der Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr - um 38 Prozent auf knapp 33 000 Badegäste. Nur 2014 und 2007 war diese Zahl unterschritten worden; der Rekord war bisher im Jahre 2015 erzielt worden - mit 53 799 Besuchern. "Dass es defizitär ist wissen wir", erklärte Andreas Riedl für die CSU-Fraktion. Wie zuvor Bürgermeister Sommer unterstrich Johannes Schuster seinen "Ruf nach Tschechien": Ein Großteil der Besucher komme aus Eger/Cheb und Umgebung. "Schlechtes Wetter kostet Geld", brachte Johann Wurm (Freie Wähler) die Abrechnung für die Badesaison 2016 auf den Punkt. Laut Vorlage der Verwaltung liegt das Defizit 2016 in Höhe von 210 896,67 Euro unter dem Niveau des Vorjahres (217 453,86). Die Einnahmen 2016 betrugen 48 597,33 Euro, die Ausgaben 259 494 Euro. Helmut Plommer (SPD) hinterfragte die Reduzierung bei den Pachteinnahmen - 2651,39 Euro 2016 gegenüber 5232,35 Euro im Jahr 2015. Seitens der Verwaltung ist dies mit einem veränderten Abrechnungsmodus begründet worden.

"Ohne die tschechischen Gäste würden wir alt aussehen" , erklärte Harald Hertel (CSU) und schlug als Entgegenkommen die Möglichkeit für die Nachbarn vor, das Eintrittsgebühr auch in tschechischen Kronen zu zahlen. "Das wäre eine schöne Geste", erklärte dazu Bürgermeister Bernd Sommer. Es sei aber für die tschechischen Gäste kein Problem, in Euro zu bezahlen. Eher schon wäre die Einführung eines bargeldlosen Systems sinnvoll. "Das ist gut gemeint, aber es wird sich nicht umsetzen lassen", so Sommer zu Hertels Vorschlag.

Freibad-Förderverein und private SpendenDer Freibad-Förderverein wird seiner Aufgabe mehr als gerecht: So manche Anschaffung im Egrensisbad, die mit einem klammen Haushalt der Stadt Waldsassen nicht möglich gewesen wäre, hat der Förderkreis finanziert. Vergangenes Jahr war dies das Klimagerät für das Kassenhäuschen (4000 Euro). Als Privatspende sind drei Wasserlaufbälle (1030 Euro) verbucht - der Erlös des Straßenfestes in der Barbarastraße. Die Photovoltaikanlage, 2012 für 11 000 Euro auf dem Kassenhäuschen errichtet, brachte 2016 eine Stromkostenersparnis von 1585 Euro. In den Jahren zuvor sind 4390 Euro gespart worden. (pz)
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