Grenzüberschreitende Begegnungen beim Wallfahrtsmarathon - Bündnis 90/Die Grünen vor der ...
Kuchen und Knabbereien für die Sportler

Politik
Waldsassen
24.06.2015
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Trotz des regnerischen Wetters am Samstag wurde der grenzüberschreitende Wallfahrtsmarathon der katholischen Pfarrei Cheb (Eger) zu einem vollen Erfolg, denn es beteiligten dennoch sich überraschend viele Sportler.

Die wichtigste Station an der 42,2 Kilometer langen Strecke war der Basilikaplatz in Waldsassen. Hier warteten wieder Mitglieder des deutsch-tschechischen Stammtisches "Ahoj sousedé! - Hallo Nachbar" auf die Läufer und Radfahrer mit Getränken, Obst, Kuchen und Knabbereien.

Die ersten Besucher an der Station vor der Basilika kamen allerdings nicht aus Cheb. Stattdessen erschienen Oberpfälzer Mandatsträger der Partei Bündnis 90/Die Grünen, um sich über die sozialen Probleme der Bewohner von Waldsassens Nachbarstadt zu informieren. Unter der Leitung des Regensburger Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol hatten sie eine grenzüberschreitende Wandertour geplant, und sie waren über den Wallfahrtsmarathon zugunsten der mobilen Hospizdienste der Caritas von Cheb informiert.

Der deutsch-tschechische Stammtisch war der "Großen Politik" um Jahre voraus, wenn es darum ging, Brücken guter nachbarschaftlicher Beziehungen aufzubauen. In der Region sind die Folgen der Veränderungen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs viel gravierender als in den Hauptstädten der beiden Nachbarländer. Der Landtagsabgeordnete erhielt von dem deutsch-tschechischen Freundeskreis hautnahe Informationen, und als sich die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen verabschiedete, gab es bereits die ersten Spenden für die Egerer Hospizdienste.

Inzwischen trafen bereits die schnellsten Radfahrer aus Cheb ein. Im Laufe von fünf Stunden kamen dann auch die Läufer, sowie ältere Personen mit einem Bus.

Die Pfarrei Cheb gab auch Menschen mit schwerer Behinderung die Gelegenheit, an diesem Marathon teilzunehmen. Die Erfrischungsstation vor der Basilika bedeutete für sie eine willkommene Überraschung.

Pfarrer Petr Hruska konnte mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden sein - und er bewies Sinn für Humor: Er war zwar sportlich gekleidet, trug aber trotz des trüben Wetters eine Sonnenbrille und hatte als Kopfbedeckung sein priesterliches Barett aufgesetzt. Er bedankte sich für die Unterstützung durch seinen Amtskollegen Thomas Vogl, den deutsch-tschechischen Stammtisch und die Stadtverwaltung von Waldsassen.
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