Schadstoffe auch in kleinerDosis schädlich
Berechnungen auf falscher Basis

Der enorm gestiegene Lkw-Aufkommen durch Waldsassens Innenstadt alarmiert die Bürgeraktion. Sie fürchtet auf einer hindernisfreien Strecke noch viel mehr Schwerverkehr und fordert weiterhin eine weiträumige und damit "echte" Umgehung. Bild: kgg
Politik
Waldsassen
05.08.2016
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Als "Fehlplanung", die auf "völlig falschen Einschätzungen und geradezu abwegigen Verkehrsprognosen beruht", geißelt die Bürgeraktion (BA) "Mitmachen lohnt" die Verlegung der Bundesstraße auf die sogenannte Regionaltrasse. "Unerträglich" seien die widersprüchlichen Aussagen der Straßenbaubehörde. Sie würden von Innenminister Herrmann, der Baubehörde an der Regierung "und den Amtierenden der Stadt Waldsassen unreflektiert übernommen, wiederholt und der Öffentlichkeit suggeriert", heißt es in der Pressemitteilung über die Vorstandssitzung der BA am Mittwoch.

Verwiesen wird auf die deutlich angestiegene Anzahl von Schwerlastfahrzeugen. Auf dieser falschen Basis seien auch die zu erwartenden Schadstoffe berechnet. Vorstandssprecher Ludwig Wolf erwähnt auch die im Mai bei der Stadt beantragten Luftschadstoffmessungen; Bürgermeister Sommer verbinde die Forderung mit Angstmache. Doch es gehe um Lebensqualität in der Stadt. Luftschadstoffe und Lärm seien auch in geringer Dosis schädlich und gefährlich, müssten so niedrig wie nur möglich gehalten werden.

Stures Festhalten


Weder Bahntrasse noch Belastung auf der Egerer Straße seien für die Waldsassener tragbar. Grenzwertige Gesundheitsbelastungen vermeiden könne nur eine echte Umgehung. Eine solche könnte schon seit 2001 befahrbar sein. "Nur das sture Festhalten ... an der Ortsdurchfahrung über den Bahndamm ist die Ursache dafür, dass in Waldsassen nichts geht."
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