Spende der SPD-Stadtratsfraktion
Eigenes Auto rollt näher

Einen Teil ihres Sitzungsgelds überreichten Vertreter der SPD-Fraktion mit (von rechts) Helmut Zeitler, Monika Gerl, Elmar Brandl, Dr. Lutz Haß und Robert Christ an (von links) Phil Wolfrum und Saskia Rotterdam. Bild: kgg
Politik
Waldsassen
01.08.2016
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Die SPD-Fraktion war damals dagegen, als der Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung das Sitzungsgeld aufstockte. Jetzt profitieren die "Helfer vor Ort" davon.

Die ehrenamtlich tägigen Mitarbeiter der Rotkreuz-Bereitschaft um BRK-Bereitschaftsleiter Helmut Zeitler freuten sich, dass mit der finanziellen Zuwendung der SPD-Fraktion - 1260 Euro - die HvO-Truppe der Anschaffung eines eigenen Einsatzfahrzeuges einen Schritt näher gekommen ist. SPD-Stadtratsmitglieder überreichten am Samstag die Spende. Wie Sprecher Robert Christ dabei zurück erinnerte, hat sich die SPD als einzige Fraktion bei der konstituierenden Sitzung dagegen ausgesprochen, als es darum ging das Sitzungsgeld anzuheben. Nachdem man überstimmt wurde, seien alle sieben Fraktionsmitglieder überein gekommen, den jährlichen Erhöhungsbetrag von 180 Euro für einen, wie es hieß, "sinnvollen Zweck" weiter zu reichen.

Nachdem die Waldsassener Rettungswache des Roten Kreuzes verlegt worden ist sei die Stadtratsfraktion dankbar, dass engagierte Leute sich als "Helfer vor Ort" (HvO) zur Verfügung stellen. Damit werde den Bürgern Sicherheit gegeben. Nachdem hierfür ein eigenes Fahrzeug und sonstige Ausstattung dringend notwendig ist, sei das Geld hier gut angelegt, sagt Christ. Dies sei sinnvoller als beim Silvesterbesuch überreichte Päckchen Kaffee.

Nur einstweilen


"Jetzt brauchen wir dringend ein eigenes Fahrzeug", erklärte Helmut Zeitler. Denn das HvO-Auto, das jetzt im Einsatz sei, habe der BRK-Kreisverband einstweilen zur Verfügung gestellt.

Hintergrund"Verantwortungslos" sei dies und zudem bei der aktuellen Verkehrssituation in Waldsassen schon gar nicht machbar: BRK-Bereitschaftsleiter und SPD-Stadtratsmitglied Helmut Zeitler meinte damit bei der Spendenübergabe am Samstag eine vielfach verbreitete Ansicht: "Helfer vor Ort" brauchten kein Einsatzauto, könnten doch notfalls auch mit ihren Privatfahrzeugen an den Einsatzort kommen, ohne die notwendigen Signal-Einrichtungen.

Ein eigenes Fahrzeug, sagte Zeitler, sei deshalb dringend notwendig. Die Ausstattung dafür sei bereits vorhanden. Und das Personal stehe nach entsprechender Aus- und Fortbildung "Gewehr bei Fuß", wie der Bereitschaftsleiter und SPD-Stadtrat sagte.

Den Wunschtraum ein entsprechendes Neufahrzeug anzuschaffen hat Helmut Zeitler inzwischen etwas beiseite geschoben, wie es hieß. Nun sind die "Helfer vor Ort" auf der Suche nach einem gut erhaltenen gebrauchten Fahrzeug, das die Ansprüche der ehrenamtlich tätigen BRK-Mitglieder erfüllen kann.

"Zu allem Übel hat jetzt auch noch der bisherige Mannschaftsbus den Geist aufgegeben, sagte Helmut Zeitler, hofft und ist zuversichtlich, dass die demnächst startende "Spenden-Aktion" auf fruchtbaren Boden in der Bevölkerung und darüber hinaus, fallen wird. (kgg)
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