Stadt erwirbt alte Gebäude
Auf Einkaufstour

Nach dem Abbruch des Burkenstein-Anwesens könnten auf dem Gelände an der Schützenstraße zwei Bauparzellen entstehen. Bild: pz
Politik
Waldsassen
01.10.2016
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Die Stadt erwirbt Immobilien, weil der reguläre Markt nicht funktioniert. Wichtig dabei: Nicht alle Gebäude werden abgerissen.

"Ich habe gerade unterschrieben", sagt Bürgermeister Bernd Sommer am Freitag am Telefon im Gespräch mit dem NT - kurz nach dem Ende des Termins beim Notar. Das markante Gebäude mit den beiden spitzen Torbögen aus Klinkersteinen soll vorerst unverändert bestehen bleiben. "Wir werden uns das Gebäude anschauen, erst einmal so belassen, sichern und mittelfristig so erhalten." Sommer unterstreicht dies besonders, "... weil der Verdacht immer wieder da ist: Wenn wir etwas kaufen, brechen wir es ab." Für die Nutzung des Erdgeschosses würden noch Ideen geholt.

Ort schafft Mitte


"Der Bahnhof ist ein Gebäude mit historischem Erinnerungswert", sagt Sommer. Es störe an diesem Platz niemand, sei baulich in Ordnung auch bewohnbar. "Wir wollen es erwerben um es zu erhalten." Denn möglicherweise, so vermutet Sommer, wäre der Bau mit dem "DB"-Logo an der Giebelseite bei einer Straßenbaumaßnahme dem Bagger zum Opfer gefallen.
Interessant sei die Entwicklung in der Klosterstadt über das Förderprogramm "Ort schafft Mitte". Dabei geht es auch um das sogenannte Altstadtquartier. "Das hat mit vielen kleinen Maßnahmen begonnen." Sommer verweist auf die "Glück-Villa" als größtes Projekt. Im "Gimpel"-Anwesen entstünden Wohnungen. In dem Bereich könne aber noch mehr passieren. "Dazu brauche ich die Privatleute und Investoren." "Intensiv kümmern" werde sich die Stadt um die Wiederbelebung des "Stiftländer"-Wohn- und Geschäftshauses an der Egerer Straße. "Es gibt Interessenten." Im Hinblick auf Stadt- und Baulandentwicklung laufen weitere Verhandlungen - auch wegen des Erwerbs von Objekten außerhalb des Sanierungsgebiets. In der Schützenstraße/Abzweigung Köllnergrünstraße steht das Burkenstein-Anwesen leer. Das frühere Wohn- und Geschäftshaus, laut Sommer unbewohnbar, soll abgerissen werden; auf dem Gelände werden später zwei Bauparzellen entstehen.


Ein Gebäude mit historischem Erinnerungswert.Bürgermeister Bernd Sommer über den Bahnhof
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