Staffelstab eine Station weiter

Im grellen Licht der Morgensonne gaben die Beteiligten der Straßenbaumaßnahme den letzten Bauabschnitt auf Waldsassener Gemeindegebiet symbolisch für den Verkehr frei. Rechts Bauamts-Leiter Henner Wasmuth sowie Bürgermeister Bernd Sommer (4. von rechts) und Bürgermeister Klaus Meyer (5. von links). Bild: pz
Politik
Waldsassen
23.09.2016
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Die Staatsstraße Waldsassen-Neualbenreuth ist seit Freitag wieder für den Verkehr frei. Dabei hatte das morgendliche Treffen an der Abzweigung nach Hatzenreuth Symbolwert.

/Neualbenreuth. Beim Straßenwegweiser nach Neualbenreuth und nach Waldsassen ist symbolisch ein rot-weißes Band durchtrennt worden. Mit dabei auch Vertreter der ausführenden Baufirma Roth, der Straßenbaubehörde und der Stadt Waldsassen. Die Arbeiten sind auf Waldsassener Gemeindegebiet erledigt, auf Neualbenreuther- geht's weiter - mit den Ortsdurchfahrten Maiersreuth und Hardeck.

Von einer "wichtigen Verbindung" sprach Bürgermeister Bernd Sommer auch wegen des Sibyllenbads. Nicht einfach gewesen sei der Grunderwerb, ließ Sommer durchblicken. "In jedem Abschnitt war einer dabei, der gebettelt werden wollte", sagte auch Gerhard Kederer von der Straßenbaubehörde über die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern. MdL Tobias Reiß fand es gut, dass Mittel im Haushalt für den Straßenunterhalt aufgestockt worden sind. "Das sind alles Mosaiksteine zur Entwicklung der Region", sagte der MdL. Solche Dinge dürften am Ende nicht am Geld scheitern. "Ich hätte gedacht, das dauert noch länger", unterstrich Bauamts-Chef Henner Wasmuth die begrenzten Finanzmittel für derartige Projekte. "Da bleibt nichts übrig als zu portionieren und es braucht Geduld." Sehr kooperativ gewesen seien bei der Maßnahme Staatsforsten und die Naturschutzbehörden. "Auch die waren flexibel, unkonventionell und haben das mitgetragen." Bürgermeister Klaus Meyer zeigte sich zuversichtlich, dass das Gemeinschaftsprojekt nun gut beendet werden kann. "Ich laufe weiter und übergebe den Stab an Franz Stahl", sagte Meyer zum benutzten Bild eines Staffellaufs. Dann sei der Bürgermeister der Kreisstadt verantwortlich, wenn die Straße übers Egerer Waldhäusl in Richtung Tirschenreuth irgendwann erneuert werden muss.

HintergrundSchlecht beieinander, eng und kurvig war die Staatsstraße Waldsassen-Neualbenreuth vor Beginn der Arbeiten im Oktober 2012: Gerhard Kederer vom Bauamt Amberg-Sulzbach bezifferte die Gesamtkosten für den 5,3 Kilometer lange Strecke auf rund 3,0 Millionen Euro. Davon sind 300 000 Euro sind für Grunderwerb ausgegeben worden: Die Fahrbahn ist von früher fünf auf sechs Meter verbreitert worden. Zur höheren Verkehrssicherheit ist die Querneigung verbessert worden; außerdem ist die Entwässerung optimiert und ergänzt. (pz)


In jedem Abschnitt war einer dabei, der gebettelt werden wollte.Gerhard Kederer über Verhandlungen mit Besitzern von Grundstücken entlang der Staatsstraße
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