Stellungnahme der Bürgeraktion zum Bundesverkehrswegeplan
„Unsinnige Stadtdurchfahrung“

Politik
Waldsassen
14.05.2016
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"Stehen die eingestellten Finanzmittel für eine Ortsumgehung auch für eine unsinnige Stadtdurchfahrung zur Verfügung?", heißt es in dem Schreiben, unterzeichnet von den Vorstandssprechern Maria Thomas und Ludwig Wolf. Die Bürgeraktion "Mitmachen lohnt" setzt sich weiterhin für den Bau einer "echten" Umgehung ein - und wettert vehement gegen die geplante Lösung. In einer drei Seiten langen Stellungnahme an das Bundesverkehrsministerium zum Bundesverkehrswegeplan, in dem die Bundesstraßenverlegung bei Waldsassen enthalten ist, wird die vorliegende Planung wiederholt als "unsinnig" und als "nicht sinnvoll" gegeißelt. Eine Stadtdurchfahrung werde "... schon dem derzeitigen und erst recht nicht dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen gerecht. Es handelt sich um eine Ost-West-Magistrale für internationalen Schwerlastverkehr und um einen Autobahnzubringer." Maria Thomas und Ludwig Wolf verweisen auf die mehr als zehn echte Umgehungs-Varianten. Diese seien bei etwa gleichen Kosten machbar, doch das Bauamt Amberg-Sulzbach verfolge "... stur die längst überholten und veralteten Planungen." Abwägungskriterien für die Trassenwahl, auf denen die derzeitige Planung beruhten, seien "... nicht mehr zutreffend und waren schon seinerzeit fragwürdig." Die Ministerpräsidenten Bayerns und Tschechiens trieben grenzüberschreitende und zukunftsorientierte Verkehrs- und Wirtschaftsprojekte voran. In krassem Widerspruch dazu die Planung der Regionaltrasse. Sie sei menschenverachtend für die Einwohner der im Talkessel gelegenen Kleinstadt. "Mitten durch das Stadtgebiet würde die geplante Trasse verlaufen. Lärm, Abgase und Feinstaub wären für die Menschen unerträglich", so die bekannte Argumentation. Grenzwertüberschreitungen seien vorhersehbar. Dies widerspreche dem Vorsorgeprinzip. Eine Stadtdurchfahrung würde Waldsassen, das sich um Anerkennung als Erholungsort und als Weltkulturerbe bemühe, zerschneiden - "... in zwei Ortsteile, rechts und links der Hauptverkehrsachse."

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