Vor weiteren Entscheidungen werden Kosten ermittelt
Leuchten am Spazierweg um Lourdes-Grotte

Petra Wick und Richard Steppan hatten zur Bürgerversammlung die Beleuchtung des Weges um die Grotte (Bild) beantragt. Die Anregung sorgte im Stadtrat für eine längere Debatte - und für Begehrlichkeiten. Bild: pz
Politik
Waldsassen
29.01.2016
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Bereits vor der Bürgerversammlung ihren Antrag schriftlich eingereicht hatten Petra Wick und Richard Steppan. Sie wünschten sich am beliebten Spazierweg von der Mammersreuther Straße über die Lourdes-Grotte zum Mitterhof eine Beleuchtung. Dass so ein Antrag auch Begehrlichkeiten wecken kann, zeigte sich in der Diskussion im Stadtrat.

Vor einer Entscheidung, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung, sollten erst die Kosten für eine solche Aktion ermittelt werden. Und in den Fraktionen klang sehr schnell durch, dass der städtische Haushalt ein solches Projekt wohl nicht hergibt - es sei denn, es gäbe Fördermittel.

"Kleine Narretei"


Freier Wähler Bernhard Lux rechnete schon mal vor, bezifferte die Kosten alleine für eine Leuchte auf rund 3500 Euro. "Sehr viel Geld" müsste ausgegeben werden für die Beleuchtung des ganzen Weges, sagte Lux und sprach, so wörtlich, von einer "kleinen Narretei", für das Vorhaben die Kosten zu ermitteln. "Das weiß ich vorher: Die Kosten werden zu hoch sein." Die Anregung wäre, so Lux, ein "schöner Gedanke", der allenfalls mit einer Förderung zu realisieren wäre. "Aber eine Kostenermittlung erübrigt sich", wollte Lux den Mitarbeitern im Bauamt einen letztendlich unnützen Aufwand ersparen. "Die haben auch so schon viel Arbeit." Harald Hertel (CSU), sagte, die Beleuchtung am Grottenweg würde nur sehr wenigen Interessen dienen; es ginge um 2300 Meter von der Mammersreuther Straße zum Mitterhof. Der Weg entlang der Egerer Straße wäre ja ohnehin schon beleuchtet. Hertel schlug vor, dann auch dem Spazierweg von der Neualbenreuther- und der Stegwiesenstraße zum Rondell in der Parkanlage Schwanenwiese zu illuminieren. "Dann machen wir das aber auch noch mit", meldete sich 2. Bürgermeister und CSU-Rat Karlheinz Hoyer zu Wort: Er wünschte sich eine Beleuchtung vom ASV-Platz zur Kappl. Denn dieser Weg werde ebenfalls gut frequentiert. In der Diskussion kam der Vorschlag, es könnten ja auch Solar-Leuchten verwendet werden. Dazu meinte Monika Gerl (SPD), dass wohl in den Wintermonaten die Sonneneinstrahlung zu gering und die Leuchten dann nicht effektiv genug wären.

Auf Boden der Tatsachen


Zuletzt schlug Bürgermeister Bernd Sommer vor, die Kosten für eine Beleuchtung pro 100 Meter Weg zu ermitteln - für eine konventionelle Lösung mit Verkabelung sowie für eine mit Solar-Leuchten. "Ich fürchte, dass wir dann relativ schnell auf den Boden der Tatsachen kommen."
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