Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung
Waldgebiet wie skelettierter Karpfen

Politik
Waldsassen
22.11.2016
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Jürgen Klein eröffnete bei der Bürgerversammlung die Reihe der Wortmeldungen. "Es ist schlimm, wie sich der Wald präsentiert." Die 60 Schneisen in der Landschaft rund um Waldsassen verglich der Redner mit einem ausgenommenen und skelettierten Karpfen. Ein Einschlag hinter Schloppach habe an die Rodung für die Umfahrung von Waldsassen erinnert. Die grobe Schotterung der Wege wäre für Touristen hinderlich. Leute hätten nicht immer gleich Bergschuhe dabei. "Grausam für die schöne Stadt" wirkten die vielen verklebten Schaufensterflächen. Außerdem regte der Sprecher einen Neubürgerempfang an, sorgte sich nach mehreren Fahrraddiebstählen um die zunehmende Kriminalität und nannte zuletzt das Kunsthaus: "Da ist etwas wunderschönes entstanden." Hubert Rustler dankte für die Veränderungen bei der Hundesteuer für Jagdhunde, nach einem entsprechenden Antrag im Vorjahr. "Zauberer Franz" Trisl wünschte sich mehr Hundetoiletten im Stadtgebiet; dass Waldsassen 50 Cent pro Einwohner an den Tierschutzverein abliefert, erfuhren die Zuhörer von Bürgermeister Sommer auf eine weitere Frage Trisls. Die ärztliche Versorgung behandelte das Anliegen, das per Wortmelde-Karte geäußert worden war. Bei mehreren Hausärzten sei eine Nachfolge in Sicht, doch die Situation könne noch besser werden, erklärte Sommer. Ihn lobte Hubert Schicker aus Pechtnersreuth für die "tolle Präsentation". Diese habe aber die Investitionen der Landwirtschaft ausgeklammert. Im Hinblick auf den Gewerbesteuer-Hebesatz appellierte Schicker an die Verantwortlichen im Rathaus, auf die Wettbewerbsfähigkeit zu achten. Der ehemalige Stadtrat Robert Sommer knüpfte an eine frühere Tradition von Prälat Rohrmeier an und dankte abschließend Bürgermeister, Stadtrat und Stadtbedienstete für ihre engagierte Arbeit.

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