42 Aussteller präsentieren zahlreiche Angebote für Lehrstellen in der Region - "Eine der ...
Erster Schritt in Richtung Traumberuf

Vermischtes
Waldsassen
13.03.2015
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"Wir legen großen Wert auf Qualität der teilnehmenden Firmen, Innungen und Ausbildungsbetriebe", betonte Wirtschaftsförderer Manfred Dietrich bei der Abschlussbesprechung für die fünfte Ausbildungsmesse. Bei der Veranstaltung, die am Samstag von 9 bis 14 Uhr in der Realschule im Stiftland über die Bühne geht, sollen die Besuchern durch einen aktiven Austausch mit den Ausstellern die Vielfältigkeit der Berufe kennenlernen und erste Kontakte mit den Ausbildungsbetrieben knüpfen.

Die Schüler sollten dabei die Gelegenheit nutzen, sich nicht nur über den Traum- und Wunschberuf zu informieren, sondern auch über die zahlreichen verwandten und oftmals ebenso interessanten Ausbildungsangebote.

Nach Auskunft von Martin Faget, verantwortlich für das Regionalmanagement der Wirtschaftsförderung im Landkreis Tirschenreuth und Organisator der Ausbildungsmesse, haben sich 42 Aussteller aus Handwerk, Industrie, aus dem Dienstleistungssektor sowie den Berufsfachschulen und Innungen angemeldet und präsentieren sich bei der Messe.

Kreishandwerksmeister Karl Arnold regte an, die Attraktivität des Handwerks deutlich zu machen und so auch den "Akademisierungswahn" zu stoppen. "Wir brauchen nicht nur Einserschüler, sondern solche, die gewillt sind, zu arbeiten." Franz Kiener (Agentur für Arbeit) wies darauf hin, dass die Firmen und Betriebe eine Plattform böten, die auch schwächeren Schülern die Chance einräumt, durch erste Kontakte und persönliche Gespräche mit den Personalverantwortlichen und Ausbildern eine Lehrstelle zu finden.

Hilfe in der Ausbildung

Wie Rektor Willi Prechtl von der Mittelschule berichtete, fänden zwar auch schwächere Schüler einen Ausbildungsplatz, würden die Lehre oft aber aus verschiedenen Gründen wieder abbrechen. Er warb aus diesem Grund für ausbildungsbegleitende Hilfen, die mehr in Anspruch genommen werden sollten. Es gebe dazu ein reichhaltiges Angebot an sozialpädagogischer Betreuung. Die Ausbildungsmesse unterstütze die Schüler dabei, Ausbildungsplätze und anschließend auch Arbeitsplätze in der näheren Umgebung zu finden, unterstrich Bürgermeister Bernd Sommer. Auf diese Weise könnten sie "am Ort bleiben" und müssten nicht in die Städte und Ballungszentren abwandern. Sommer: "Wir brauchen jeden mit seinen Fähigkeiten."

Mit Löhnen und Gehältern, wie sie Frauen in sozialen Berufen geboten werden, sei es meist nicht möglich, eine Familie zu gründen, erklärte Konrektor Alfred Benkner von der Mädchenrealschule. Er wies darauf hin, dass nach Realschulabschluss und beruflicher Ausbildung auch ein weiterführendes Studium möglich sei.

Erzieher oder Pfleger

Manfred Dietrich, Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer des Gründerzentrums, bemerkte, dass es für so manchen Jugendlichen durchaus erstrebenswert sei, einen nicht geschlechterspezifischen Beruf zu ergreifen. So könnten junge Männer auch Erzieher in Kindergärten oder Pfleger in Sozialeinrichtungen werden.

Dietrich trauert aus diesem Grund dem Zivildienst nach. "Zivis" seien dabei oftmals "auf den Geschmack gekommen" und hätten im Anschluss einen pflegerischen Beruf ergriffen.

Zudem sollten junge Leute ein gewisses Alter erreicht haben, um ein berufliches Ziel ins Auge fassen zu können. "Die richtige Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben", betonte Dietrich.

Realschulleiterin Kerstin Janke ist stolz darauf, die Räumlichkeiten der Bildungsstätte für die Ausbildungsmesse zur Verfügung stellen zu dürfen. Sie versprach, eine gute Gastgeberin zu sein.
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