Austausch bei der Gartenarbeit

Die Teilnehmer eines internationalen "Work-Camps", hier mit Umweltstation-Leiter Michael Selinger und Mitarbeiterin Brigitte Sommer (von rechts), haben bereits an mehreren Projekten tatkräftig mitgewirkt. So bauten sie an einem Erdbackofen mit und versahen Beet-Tafeln mit einer internationalen Beschriftung. Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
30.05.2016
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Fünf Jugendliche aus vier Nationen engagieren sich im Rahmen eines internationalen "Work-Camps" zwei Wochen lang in der Umweltstation Waldsassen. Dabei packen sie nicht nur innerhalb des Naturerlebnisgartens tatkräftig mit an.

Es ist bereits das dritte Mal, dass eine Gruppe junger Leute im Zuge eines solchen Camps vor Ort ist. Vor allem unterstützen die Jugendlichen aus Neuseeland, Korea, Russland und Pakistan den Leiter der Umweltstation, Diplom-Geoökologen Michael Selinger, bei der Umsetzung des Jahresthemas 2016 "Gärten im Wandel - Waldsassen is(s)t nachhaltig und interkulturell".

In der vergangenen Woche halfen sie bei den Aktivitäten der neu eingerichteten Kindergruppe für Drei- bis Sechsjährige mit. Die "Garten-Zwerge" treffen sich 14-tägig unter der Leitung von Stefanie Werner und Sandra Scherbl im Naturerlebnisgarten. Eine besondere Anziehungskraft dürften für die Kinder die neue Garten-Spielküche und die Lehm-Künstler-Werkstatt gleich im Eingangsbereich des Naturerlebnisgarten haben, so Michael Selinger. Zudem wurden die neuen Themenbeete mit internationaler Beschilderung versehen. Unterstützung leistete hier Künstlerin Ramona Schack.

Neuer Backofen


Angelegt wurde ferner ein neuer interkultureller Kinderspielbereich. Dazu gehört ein kleiner "Pizza-Erdbackofen", den die Jugendlichen unter Anleitung des Lehmbauexperten Wolfgang Stein (bei Insidern besser bekannt als "Lehm-Paul") gebaut haben. Dieser soll in der kommenden Woche seine "Feuertaufe" bestehen. Michael Selinger freut sich, dass in das Work-Camp auch einige der in Waldsassen untergebrachten Flüchtlinge eingebunden sind. "Der gegenseitige Austausch untereinander klappt wunderbar", betont Selinger. Gemeinsame Kochaktionen trügen zusätzlich zur Verständigung bei. In dieser Woche stehen noch weitere Projekte auf dem Programm der Work-Camp-Teilnehmer. So ist der Bau einer interkulturellen Sitzgruppe zum gemeinsamen Dialog sowie gemeinsames Gärtnern geplant.

Drei Schwerpunkte


Am morgigen Dienstag, 31. Mai, ab 9 Uhr ruft Michael Selinger wieder zur alljährlichen Aktion "Waldsassen blüht auf". Schwerpunkte sind diesmal der Stadtgarten in der Schwanenwiese, der neu angelegte interkulturelle Garten in der Schützenstraße und das Schulgelände der Realschule im Stiftland. Michael Selinger lädt alle Bürger zur Teilnahme an der Pflanzaktion unter dem Motto "Eine bessere Welt ist pflanzbar" herzlich ein. "Einfach mit Gartenwerkzeug ausgerüstet an die besagten Orte kommen und mitmachen", ermuntert Selinger alle Interessierten. Gepflanzt werden dabei von der Umweltstation vorgezogene Tomatenpflanzen, Paprika, Peperoni, Salate, Kartoffeln, Mais, Kohlgemüse und Blumen. Pflanzen können auch gerne selbst mitgebracht werden. Michael Selinger hofft auf viele Teilnehmer und natürlich stets auch auf viele Besucher im Kloster- und Naturerlebnisgarten.
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