Bienenzucht schon vor 150 Jahren in Münchenreuth
Die Wiege der Imkerei im Stiftland

Waldsassens Stadtheimatpfleger und Kreisheimatpfleger Robert Treml gab bei den Waldsassener Imkern einen Abriss über die 150-jährige Geschichte der Bienenzucht im Stiftland. Bild: jr
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Waldsassen
02.03.2016
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Schon vor sechs Jahren hatte es der Waldsassener Stadtheimatpfleger und Kreisheimatpfleger durch seine Forschungen herausgefunden: Die Wiege der Bienenzucht im Stiftland stand vor rund 150 Jahren im Pfarrdorf Münchenreuth stand. Aufmerksam darauf wurde Robert Treml durch eine Veröffentlichung des damaligen Pfarrers Gottfried Wöhrle. Er hatte im Frühjahr 1866 das Büchlein "Unterricht in der Bienenzucht" verfasst.

100-jähriges Bestehen


Ausführlich schilderte Kreisheimatpfleger Robert Treml seine Forschungen bei der Jahresversammlung des Imkerverein Waldsassen. Der kann in zwei Jahren 100-jähriges Bestehen feiern. Robert Treml berichtete, dass Pfarrer Wöhrle sich damals auch mit der Bienenzucht beschäftigt hat und sogar Vorsitzender des Kreisverbandes wurde. Pfarrer Wöhrle starb im Mai 1866 nach einer schweren Lungenentzündung - ein schwerer Schlag für den jungen Verein und Münchenreuth. Robert Treml hat herausgebracht, dass sich vor allem die Geistlichen um die Bienenzucht bemühten.

Kassecker Vorsitzender


In Waldsassen wurde der Imkerverein schließlich am 13. Januar 1918 im Gasthaus August Franz gegründet. Vorsitzender wurde der Waldsassener Josef Männer, der jedoch drei Jahre später verstarb. Sein Nachfolger wurde für kurze Zeit Baumeister Franz Kassecker. Der aber wurde ein Jahr später schon von Baptist Männer, dem Sohn des Gründungsvorsitzenden, abgelöst.

Archive belegen, so Robert Treml, dass Baptist Männer sich engagiert um die Bienenzucht vor Ort und im Stiftland einsetzte. Bis 1928 gab es immerhin 13 Bienenzuchtvereine im Kreisverband Tirschenreuth. Männer war Vorsitzender bis 1940, ehe er 57-jährig verstarb. Sein Nachfolger wurde Kaminkehrermeister Georg Bauer. Nach dem zweiten Weltkrieg fand die erste Mitgliederversammlung am 26. Mai 1946 statt. Die Mitglieder drängten damals auf eine Neubildung des Vorstands, ober ohne Beteiligung ehemaliger Parteigenossen. Zum Vorsitzenden wurde Malzfabrikant Ottmar Renner gewählt.

Die richtigen Daten


In der Chronik ließ sich feststellen, dass 1946 das schlechteste Honigjahr seit ewigen Zeiten war. In zwei Jahren kann der Ortsverband nun seinen 100. Geburtstag feiern, während der Kreisverband schon 1865 ins Leben gerufen wurde. Robert Treml zeigte sich überzeugt, die richtigen Daten für den Verein erforscht zu haben.
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