Bürgermeister Sommer: Waldsassen in hohem Tempo auf Fahrt in die Zukunft
Ein Taktgeber im Landkreis

Bürgermeister Bernd Sommer freute sich über zusätzliche Jobs in Waldsassen - etwa in der Folge der Behördenverlagerung oder die Errichtung der neuen Betriebsstätte der Firma Kassecker für die Metallbau-Sparte mit Bürotrakt und Montagehalle an der Egerer Straße (Bild). Bilder: kgg (2)
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Waldsassen
08.01.2016
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Barmherzige Menschen sind keine christlichen Softies und oder harmoniebedürftige Ja-Sager, sondern Baumeister einer menschlichen und friedlichen Gesellschaft.

Langweilig wäre es nicht geworden, erklärte Bernd Sommer in Anbetracht der Vielzahl von anstehenden und erledigten Aufgaben. Beim Neujahrsempfang in der Aula des Klosters nannte der Bürgermeister Details.

"Wir haben vieles erreicht und auf den Weg gebracht - für Waldsassen und für die Menschen, die hier und in der Region leben", erklärte das Stadtoberhaupt bei der Zusammenkunft von Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie von Vereinen und Verbänden (wir berichteten). "Wir haben Pläne für die kommenden Jahre entwickelt, die uns und den künftigen Generationen eine gute Zukunft sichern."

In einem "Feuerwerk der großen und kleinen Dinge" erinnerte Sommer im Schnelldurchlauf an die wichtigsten Ereignisse und dankte am Ende allen, "... die sich für Waldsassen engagiert haben, mit einem ,Vergelt's Gott' ". Stolz verwies der Bürgermeister auf den Haushalt ohne Netto-Neuverschuldung, auf den Lohn für das sparsame Wirtschaften in Form einer weiteren 2-Millionen-Euro-Finanzspritze aus dem Stabilisierungsfonds. Seit 2013 seien somit 7,0 Millionen Euro zur Tilgung der Altschulden geflossen, wobei Sommer die Unterstützung von MdL Tobias Reiß unterstrich. Der Bürgermeister verwies zudem auf die geplante Ämter-Verlagerung nach Waldsassen. "Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten läuft und die ersten Ausbildungsplätze werden gerade mit Jugendlichen aus der Region besetzt. Zusammen mit Windischeschenbach bedeutet dies 110 neue Arbeitsplätze für Waldsassen. Sommer freute sich über weitere neue Jobs in der Klosterstadt, nachdem die Metallbau-Sparte auf dem früheren SV-Sportgelände an der Egerer Straße das neue Bürogebäude bezogen hat und die große Montagehalle errichtet.

Im hohen Tempo auf Fahrt


Als "Taktgeber für so manche Entwicklung im Landkreis" sah Sommer die Klosterstadt. "Wir sind der Ort, der Lebensqualität bietet und auch wirtschaftlich stetig an Fahrt und Kraft gewinnt." In hoher Geschwindigkeit unterwegs in die Zukunft sei Waldsassen, was Sommer mit mehreren Projekten untermauerte - Sanierung von Rathaus, des Mühlenareals der Abtei mit ersten Abbrucharbeiten, der "Glück-Villa" und des "Fickentscher-Hauses". Das Kunsthaus werde in diesem Jahr in Betrieb gehen. "Abbrechen werden wir auch wieder etwas", kündigte Sommer süffisant an, was mit den Anwesen Mühlbachgasse 1 und Adalbert-Stifter-Straße 2-4 geschehen wird. Diakon Fritz Lieb sprach das "Gebet um die Wunder des Alltags" von Antoine de Saint-Exupéry. Ein "glückseliges neues Jahr" mit Gottes Gnade und Segen wünschte zuvor Stadtpfarrer Thomas Vogl - für die katholischen Pfarrgemeinden Waldsassen und Münchenreuth, für die evangelische Gemeinde und im Namen des Konvents der Abtei. In seinem Grußwort beleuchtete Pfarrer Vogl das 2016 das Heiliges Jahr der Barmherzigkeit, eröffnet von Papst Franziskus am 8. Dezember.

Barmherzige Menschen sind keine christlichen Softies und oder harmoniebedürftige Ja-Sager, sondern Baumeister einer menschlichen und friedlichen Gesellschaft.Stadtpfarrer Thomas Vogl

Alle Menschen guten Willens sollten sich an der christlichen Barmherzigkeit orientieren, sagte der Stadtpfarrer. Er nannte die sieben modernen Werke der Barmherzigkeit, die der frühere Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke formulierte: "Du gehörst dazu", "Ich höre dir zu", "Ich rede gut über dich", "Ich gehe mit dir ein Stück deines Weges", "Ich teile mit dir", "Ich besuche dich" und "Ich bete für dich".

Menschliche Grundhaltung


Diese sieben Werke der Barmherzigkeit seien nicht etwas nur für Christen, katholisch wie evangelisch. "Das ist eine menschliche Grundhaltung und findet sich in allen Religionen, ja sogar in ... ethischen Konzepten ..." Es gehe um gelebte Praxis und um das Vorbild - das Christkind in der Krippe, sagte Pfarrer Vogl über den Erlöser, am Beginn seines irdischen Lebens selbst angewiesen auf Barmherzigkeit. "Barmherzige Menschen sind keine christlichen Softies und oder harmoniebedürftige Ja-Sager, sondern Baumeister einer menschlichen und friedlichen Gesellschaft."
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