„Day of Mercy“ bietet Realschülerinnen ungewöhnlichen Unterrichtstag
Entspannt und befreit

Als Geschenk für die Altenheimbewohner gestalteten Schülerinnen der Ganztagsklassen einen Nachmittag mit Texten und Musik. Bild: hfz
Vermischtes
Waldsassen
21.03.2016
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"Day of Mercy? Day of what? Was soll denn das bloß sein?" So dachten zunächst einige Schülerinnen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen. Doch nach der Vielzahl von Aktionen an diesem Tag dürfte vielen klarer sein, worum es sich dabei handelt.

Im Bistum Regensburg hatte Bischof Rudolf Voderholzer dazu aufgerufen, einen Tag der Barmherzigheit mit Leben zu erfüllen. Der "Day of Mercy" fiel in Waldsassen auf fruchtbaren Boden. Viele Schülerinnen beteiligten sich mit einer Aktion oder einem Projekt zum "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit", das Papst Franziskus ausgerufen hat.

Freiwillig beichten


Für alle Jahrgangsstufen bestand die Möglichkeit zur Beichte in der Klosterkirche mit Pfarrer Thomas Vogl und Pfarrvikar Pater Marianus als Beichtväter. Die Mädchen konnten während der Unterrichtszeit auf freiwilliger Basis das Sakrament der Versöhnung empfangen. Einige davon verewigten sich im Anschluss im Gebetsanliegenbuch der Klosterkirche mit Sätzen wie: "Die Beichte war sehr schön" oder "Danke, lieber Gott, dass ich meine Sünden los bin."

Für die Schülerinnen der 8. bis 10. Klassen war zur Vorbereitung auf die Beichte ein "Beichtspiegelgang" gestaltet worden: mit einem modernen Beichtspiegel auf Plakaten sowie drei sogenannten Versöhnungsinseln, bei denen die Mädchen sich interaktiv mit den Themen "Ich + Gott", "Ich + Du" und "Ich + Ich" auseinandersetzen konnten. Dabei durften die Schülerinnen an den einzelnen Stationen ihre Schuld beziehungsweise das, was sie belastet, auf Zettel schreiben und an Holzkreuze heften.

Kerzenbaum und Labyrinth


Beim Nachzeichnen eines Labyrinths dachten sie über ihren Lebensweg und ihr Verhältnis zum eigenen Selbst nach. Beim Anzünden eines Teelichts am Kerzenbaum konnten sie ihre Beziehung zu Gott reflektieren. "Die ruhige Atmosphäre und die Zeit, die man für sich hatte, waren total schön, fast wie richtig tiefenentspannt", so der Tenor zweier Zehntklässlerinnen im Anschluss an die Aktion.

Predigt ohne Worte


In der 4. und 5. Unterrichtsstunde besuchten vier Schülerinnen der Klasse 9a die Klassen und spielten eine "Predigt ohne Worte" zum Thema "Was ist eigentlich Barmherzigkeit" vor. Dabei verwendeten sie lediglich Plakate mit Texten und ihre Mimik, um die Botschaft zu vermitteln. Sie schafften es, ihre Mitschülerinnen damit so zu fesseln, dass diese vollkommen still und gespannt den stummen Dialog mitverfolgten.

Schülerinnen der Ganztagesklassen 5a und 6a bereiteten mit Schwester Hanna-Maria Ehlers ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Texten und Musikstücken vor. Sie besuchten dann das Altenheim St. Maria in Waldsassen und gestalteten für die Senioren dort den Nachmittag. Damit kamen beide Komponenten "Barmherzigkeit empfangen" und "Barmherzigkeit schenken" beim "Day of Mercy" zum Ausdruck.
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