Evangelischer Stiftlandtag in Waldsassen
Lebens- und Liebesgemeinschaft

Evangelische Christen aus der Region trafen sich am Sonntag in Waldsassen zum Stiftlandtag. Vorne rechts Diakon Fritz Lieb. Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
20.09.2016
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Während die Erwachsenen sich beim evangelischen Stiftlandtag mit dem Thema "Gemeinschaft der Heiligen" auseinandersetzten, hatten die Kinder mit den beiden Betreuerinnen Julia Merz-Neudert (links) und Gabi Ott (rechts) in der städtischen Bücherei ihr eigenes Programm. Bild: kgg

Pfarrer Martin Schlenk knüpfte an den Bibeltext aus der Apostelgeschichte an. Institutionen hätten es nicht leicht in diesen Tagen. "Parteien, Gewerkschaften, Verbände und auch Kirchen werden kritisch beäugt und von vielen Menschen hinterfragt." Menschen wendeten sich ab.

Evangelische Christen der Gemeinden Mitterteich, Wiesau, Waldsassen und Tirschenreuth waren gekommen: "Gemeinschaft der Heiligen" lautete das Motto des Stiftlandtages am Sonntag. Bei der Eröffnungsandacht in der Friedenskirche verwies Pfarrer Schlenk darauf, dass Verantwortliche in der Kirche über Strukturfragen und Strategien nachdenken, Vorrangigkeit und Nachrangigkeit der kirchlichen Arbeit diskutieren. Pfarrer Martin Schlenk stellte die Frage in den Raum, wie wird die Zukunft der Kirche aussehe. "Welche Kirche wollen wir und was macht das Wesen der Kirche aus?". Martin Luther habe diese Frage so beantwortet: "Es weiß gottlob jedes Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei; eine Gemeinschaft der Heiligen und die Schäflein, die ihres Herrn Stimme hören."

Bei der Versammlung aller Gläubigen werde das Evangelium gepredigt und es würden die Sakramente laut den Evangelien gereicht. "Wo Menschen in Liebe und Treue zu ihrem Herrn und seiner Kirche ihr Leben gestalten, bleibt dies nicht verborgen." Die christliche Kirche und jede einzelne Gemeinde solle so Lebens- und Liebesgemeinschaft sein.

Gulaschsuppe und Eintopf


Während der Mittagspause durften sich die Teilnehmer bei Gulaschsuppe oder Gemüseeintopf sowie Kaffee und Kuchen stärken. Zum Gottesdienst freute sich Diakon Fritz Lieb, dass noch weitere Gemeindemitglieder gekommen waren. Er, Lieb, war gespannt zu hören, wie sich die Gruppen mit dem Tagesthema "Gemeinschaft der Heiligen" auseinandergesetzt haben. Anstelle der Predigt berichteten vier der insgesamt sieben gebildeten Workshops über ihre Arbeit - etwa die beiden Interviewpartner um Hans Fuchs, Diakonissin Monika Andörfer über ihren Workshop "Zuhören", Diakon Fritz Lieb mit den Konfirmanden und Pfarrer Martin Schlenk über seinen "Gesprächs-Workshop". "Wir gehören mit zu den Heiligen - aber nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil Gott uns durch den Heiligen Geist dazu berufen hat", betonte Pfarrer Schlenk. Der Heilige Geist sei für gläubige Menschen gleichsam die Triebfeder, sich zur Heiligkeit auf Erden noch weiter zu vervollkommnen. Den Gottesdienst gestalteten musikalisch der Posaunenchor unter Leitung von Thomas Jüttner sowie der Chor unter Leitung von Organistin Jean Rustler. (Info-Kasten)

Kinderbetreuung in der StadtbüchereiIm Anschluss an die Eröffnungs-Andacht bildeten die Teilnehmer des Stiftlandtages Gruppen, die sich mit verschiedenen Themen beschäftigten. Mit Organistin Jean Rustler bildete sich ein Singkreis der zwei neue Lieder für den abschließenden Gottesdienst einübten. Mit Hans Fuchs bildete sich eine Interview-Gruppe. Sie hinterfragte das Tagesthema. Mit Christian Münch ging's zum Spaziergang der in den Kräutergarten der Umweltstation sowie zum Stadtpark Schwanenwiese. Mit Diakonissin Monika Andörfer wurden über Texte aus der Bibel diskutiert und die Gruppe der Konfirmanden trafen sich mit Diakon Fritz Lieb im Klassenzimmer der Mädchenrealschule der Abtei. Die Kinder wurden den Vormittag über von Gabi Ott und der Mitterteicher Religionspädagogin Julia Merz-Neudert nebenan in der Stadtbücherei betreut. Die Kleinen durften ein Kreuz das inmitten ihres Kreises auf dem Tisch schmücken. Dadurch, erfuhren die Kinder von den Betreuerinnen, lasse sich die Liebe zum Gekreuzigten zum Ausdruck bringen. (kgg)
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