Fasching
Narrenfreiheit in "Micharath"

Vermischtes
Waldsassen
07.02.2016
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Die Münchenreuther sind für den Ausnahmezustand bestens gerüstet. Närrisches Treiben und Heiterkeit sind für den "44. Michareither Fosnatzug" am Dienstag vorprogrammiert.

Münchenreuth. Der Schlüsselclub um Vorsitzenden Walter Heindl und die Faschingspräsidenten Alexander Hübner und Christian Betzl haben kurz vor dem Umzug "alles im Griff auf dem Narrenschiff". Pünktlich um 14 Uhr wird sich der Faschingszug im oberen Dorf in Bewegung setzen. Das Prinzenpaar Nicole I. (Nicole Ernstberger) und Martin II. (Martin Betzl) wird das närrische Volk mit lautem "Micharath helau" begrüßen.

20 Wagen, 20 Fußgruppen


Mit dabei sein werden 20 Wagen und 20 Fußgruppen, darunter auch die "Tursiana" aus Tirschenreuth. Die Wagen und Gruppen werden dabei größtenteils von den Münchenreuthern selbst gestellt. Musikalisch geben die Bauernkapelle Münchenreuth, die Stadtkapelle Waldsassen und die Stiftländer Blasmusik den Ton an. Beim Zug verteilen die Narren neben Bonbons, Schokolade, Lollis etc. auch Spenden von verschiedenen Firmen: Von einer Bäckerei kommen kostenlose Brezen, eine Friedl beteiligt sich mit Wienern, eine Zoiglstube und eine Brauerei spenden Freibier, zwei örtliche Banken übergaben Bonbons und Luftballons.

Unter dem Motto "Kleine Kinder und Narren sagen die Wahrheit" wollen die Schlüsselcluberer bei ihrem Jubiläumszug auch dieses Jahr kein "Blatt vor den Mund nehmen", wenn es um die Schandtaten aus der Region geht. "Die von Narren ausgesprochene Wahrheit - wie beim Fosnatzug - darf man aber nicht immer bierernst nehmen", sagt Hübner und hofft, dass die Derbleckten auch über sich selbst lachen können. Das Besondere am Michareither Fosnatzug ist, dass ausschließlich regionale Themen dargestellt werden. Wer mit der einen oder anderen Darstellung auf den Faschingswagen nicht gleich etwas anfangen kann, braucht nur einen Blick in die Begleitbroschüre werfen. Das "Michareither Fosnatbladl" erhält man gegen eine freiwillige Spende am Ortseingang. Darin werden alle dargestellten Themen noch mal mit der Faschingsbrille "spitzbübisch" beleuchtet.

Gaudi am Dorfplatz


Auf dem Dorfplatz wird zum ersten Mal ein beheiztes Festzelt aufgestellt. Bereits ab 12.30 Uhr können sich die Besucher an den Glühwein-, Bier- und Bratwurstständen und in der Faschingsbar auf dem Dorfplatz aufwärmen. Nachdem sich der Zug um 14 Uhr vom oberen bis ins untere Dorf und zurück zur Dorfmitte bewegt hat, wird Hübner zusammen mit dem Büttenredner Martin Hecht die Gruppen auf dem Dorfplatz begrüßen und die dargestellten Themen kurz erläutern.

Ihre Lieblichkeit Nicole I. und seine Tollität Martin II. überreichen dann in der Bütt handgemalte Prozellanorden an verdiente Faschingsnarren und Politprominenz. Büttenredner Martin Humml wird dann auch kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn er in seiner gewohnt spitzen und lustigen Art über die Narreteien berichten wird. Die drei Garden werden die Besucher zudem mit ihren Tänzen erfreuen, die unter Anleitung von Rebecca Ernstberger und Barbara Kraus wie die große "Indiangergarde" in Eigenregie trainieren.

Nach der Gaudi in der Bütt geht es an der Bar im beheizten Zelt und im Vereinsheim weiter rund. Abends spielt dann Werner Stretz zum Kehraus im Vereinsheim auf. Der Eintritt ist jeweils frei.
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