Ferdinand Sperber scheidet auf eigenen Wunsch aus
Geschäftsführer verlässt Stiftung

Ferdinand Sperber hat die Stelle als Geschäftsführers der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen zum Jahresende gekündigt. Bild: hfz
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Waldsassen
30.07.2016
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Seit fast 14 Jahren arbeitet Ferdinand Sperber bei der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen hauptberuflich in verantwortlicher Position. Jetzt hat der Waldsassener diese Stelle gekündigt und räumt zum Jahresende sein Büro im Gartenschulhaus.

Sperber selbst informierte am Freitag Dozenten und Referenten der früheren Kursangebote über seine Entscheidung: Der Geschäftsführer scheidet auf eigenen Wunsch aus, zum 31. Dezember 2016. "Somit stehe ich für Planungen, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen im Jahre 2017 nicht mehr zur Verfügung", schreibt der 56-Jährige im Zusammenhang mit dem neuen Programm im kommenden Jahr. Bisher hatten jeweils nach den Sommerferien die Vorbereitungen dafür begonnen. Die Termine im letzten Quartal 2016 sollen wie geplant abgewickelt werden.

Für Terminvereinbarungen mit Referenten und Dozenten im Programm 2017 werde ab Anfang September vorübergehend Hanna Maria Ehlers als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. "Natürlich kann Sr. Hanna Maria auch auf die Informationen der bereits durchgeführten Projekte und Veranstaltungen zurückgreifen", heißt es weiter. Sperber werde die Arbeit von Sr. Hanna Maria mit Informationen begleiten.

Über die Hintergründe von Sperbers Kündigung gibt es keine näheren Informationen. Sperber hatte die damals neu geschaffene Stelle des hauptamtlichen Geschäftsführers zum 1. Januar 2003 angetreten. Seither hatte der Waldsassener das Bildungsprogramm der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum zur Institution entwickelt. "Es hat viel Spaß gemacht, auch neue Themen und Projekte zu beginnen bzw. durchzuführen", schreibt Sperber.

"Wir waren alle überrascht", sagte Bernd Sommer, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, über Sperbers Entscheidung; diese sei aber zu akzeptieren. Gegenüber dem NT würdigte Sommer Sperbers engagierte Tätigkeit als Geschäftsführer der Stiftung. "Wir gehen dankbar für die 14 Jahre auseinander." Das Bildungsprogramm trage die Handschrift von Sperbers erfolgreicher Arbeit. Sie solle nahtlos fortgesetzt werden, auf bewährt hohem Niveau. Ende August werde bei einer Ausschreibung ein Nachfolger gesucht - ein Bewerber mit Universitäts- oder Fachhochschul-Abschluss. (Info-Kasten)

"Eine tolle Leistung""Das ist eine Institution, die dem Kloster und mir sehr am Herzen liegt", sagt Äbtissin Laetitia Fech gegenüber dem NT in Anbetracht der Entscheidung von Ferdinand Sperber, die Stiftung zu verlassen. Sie sagt dem langjährigen Geschäftsführer ein "... ganz großes, dickes Vergelt's Gott" - für die 14 Jahre, in denen Sperber das Kultur- und Begegnungszentrum zusammen mit Marco Werner und mit Michael Selinger aufgebaut und weiterentwickelt hat. "Das war eine tolle Leistung", unterstreicht die Klosterchefin ihre hohe Anerkennung. Das "Kind des Klosters" habe nur durch die engagierte Arbeit so gut gedeihen können. "Wichtig ist, dass es weiter geht", sagt Schwester Laetitia zum weiteren Vorgehen: Die Ausschreibung solle zusammen mit Professor Geißler bundesweit initiiert werden. Dabei werde Kulturpädagogik neuer Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. (pz)
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