Ferienprogramm-Angebot vor allem für Jungs
„Tillern“ vorm ersten Schuss

Die Kinder zusammen mit Schützenmeister Horst Helge Döll und Bogenschütze Roland Rögner. Nach dem ersten Schuss war es natürlich interessant zu wissen, wo die Pfeile auf der Scheibe gelandet sind. Bilder: kdi (2)
Vermischtes
Waldsassen
12.09.2016
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Einen besonders für Buben interessanten Nachmittag gestaltete die königlich-privilegierte Schützengesellschaft: Horst Braunschläger baute mit den Kindern anlässlich des Ferienprogramms einen Blankbogen.

12 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren hatten sich dazu in der Pistolenhalle auf dem Schützengelände eingefunden. Schützenmeister Horst-Helge Döll erzählte von den verschiedenen im Verein angebotenen Schießsport-Disziplinen. Dazu gehörten auch Informationen über die Voraussetzungen, die ein jeder Schütze erfüllen muss, um den Schießsport ausüben zu dürfen. Ein wesentlicher Punkt dabei: Die Sicherheitsbestimmungen auf dem Schießstand und beim Transport der Waffen und Sportgeräte.

Für den Bau eines Blankbogens - das ist ein Bogen ohne zusätzliche Visiereinrichtung - hatte Horst Braunschläger schon einige Rohlinge vorbereitet. Dazu hatte er von passenden, gerade gewachsenen und möglichst astfreien 3 bis 4 Zentimeter dicken Haselnussstecken zunächst die Rinde abgezogen und dann mittig geteilt. Mit Beil und Messer wurde dann die Rückseite des Rohlings in die gewünschte Form gebracht.

Gleichmäßig ohne Knick


Anhand dieser nun grob vorbereiteten Bogen-Rohlinge zeigte er den Kindern, worauf es weiterhin ankommt, um einen gebrauchsfähigen Bogen zu bekommen. Da stand zunächst das "Tillern" an. Dabei werden beim Bogen-Rohling durch Bearbeitung mit Holzfeile, Raspel und Schleifpapier die Wurf-Arme nachgearbeitet, bis sich beide beim Ausziehen des Bogens wunschgemäß und gleichmäßig ohne Knickstellen krümmen. Ein "Tillerstab" ist dazu eine Hilfe: Mit ihm kann überprüft werden, ob die Biegung der Wurfarme gleichmäßig verläuft. Mit Eifer gingen die angehenden Bogenbauer sogleich daran, diese Nacharbeiten auszuführen. Wenn dann die Sehne aufgespannt ist und der Bogen die gewünschten Eigenschaften aufweist können die ersten Schüsse abgegeben werden. Oft zeigt es sich dann, dass die Wurfarme noch nachgearbeitet werden müssen um ein gleichmäßiges Trefferbild zu erhalten. Doch war es den jungen Bogenschützen weit mehr daran gelegen, endlich mit ihren gebauten Bögen einen Pfeil auf die Scheibe zu schicken - was nach einigen Übungen auch gelang.

Wettbewerb zum Abschluss


Mit einem Schießwettbewerb, bei dem alle eine Preis gewinnen konnten, fand ein erlebnisreicher und informativer Nachmittag des Ferienprogramms seinen Abschluss.
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