Förderverein "Welterbe Klosterlandschaft Waldsassen-Stiftland" beruft wissenschaftlichen Beirat
"Herzkammer des Stiftlandes"

20 Mitglieder gehören dem Beirat des Fördervereins "Welterbe Klosterlandschaft Waldsassen-Stiftland" an. Mit im Bild der Vorsitzende, Bürgermeister Bernd Sommer (vorne, rechts), und die Stellvertreter, Äbtissin Laetitia Fech (vorne, links) und Landrat Wolfgang Lippert (stehend, Neunter von rechts). Bild: ubb
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Waldsassen
15.09.2016
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Die Liste liest sich wie das "Who is Who" der bundesweiten Fachschaft Geschichte: 20 namhafte Historiker aus ganz Deutschland hat der Förderverein Welterbe Klosterlandschaft Waldsassen - Stiftland e.V. in seinen wissenschaftlichen Beirat berufen. Besondere Freude herrschte bei den Verantwortlichen darüber, dass Dr. Bernd Thieser, Gründer der Otnant-Gesellschaft, nach langer Krankheit wieder aktiv ist.

Die Fachtagung des Vereins, die am Donnerstag passenderweise im historischen Bibliothekssaal begann, war unter anderem mit Fachvorträgen, einer Ergebnisanalyse der ersten Kulturlandschafts-Inventarisation, einer ausgiebigen Exkursion durch das Stiftland und viel Gesprächsstoff gefüllt. Bürgermeister Bernd Sommer sprach in seiner Begrüßung von einem "wunderbaren Tag". In seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins hieß er die Gemeinschaft von Historikern herzlich willkommen. Alle hätten zugesagt, das anspruchsvolle Waldsassener Projekt mit wissenschaftlichen Arbeiten sowie Rat und Tat zu begleiten. "Ich bin begeistert von Ihrem Engagement und danke Ihnen sehr, dass Sie dem Ruf gerne folgen", betonte Sommer.

Landrat Wolfgang Lippert nutzte die Gelegenheit, den aus ganz Deutschland und Tschechien angereisten Frauen und Männern die wirtschaftlichen, kulturellen und landschaftlichen "Schmankerln" des Landkreises vorzustellen. "Unser Stiftland erfüllt die Kriterien für eine Aufnahme im Weltkulturerbe hervorragend", sagte der Landrat leidenschaftlich, bevor er den Anwesenden dankte, dass sie "Fürsprecher einer einmaligen und besonderen Region werden wollen".

Äbtissin Laetitia Fech nannte das Kloster und den Bibliothekssaal die "Herzkammer des Stiftlandes". "Hier hat alles begonnen und das ist bis heute spürbar", so die Äbtissin. Sie versäumte es nicht, auch den heute wichtigen, touristischen Faktor des Klosters zu benennen. Laetitia Fech: "Ich wünsche uns Durchhaltevermögen, aber auch Ehrfurcht und Wertschätzung für unsere Klosterlandschaft und deren Spiritualität."

Projektkoordinator Harald Hertel stellte im Maurussaal des Hauses St. Joseph den Förderverein vor, um dann zum Hauptprogrammpunkt überzuleiten: die Berufung des wissenschaftlichen Beirates. Hertel nannte vier wichtige Zielsetzungen. Aufgabe werde es sein, den langfristigen Anerkennungsprozess zu unterstützen, die Grundlagen für die Antragsstellung zu erarbeiten, Schaden von der Kulturlandschaft abzuwenden und - als wichtigsten Punkt - mittels Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung einzubinden, "damit sich die Region damit identifizieren kann", so Hertel. Weiter soll die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen gefördert werden, zudem gibt der Beirat fachlichen Rat im Vorfeld von Entscheidungen.
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