Frauen gehen Weg gemeinsam

Langjährige Mitglieder zeichnete der Frauenbund aus. Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeister Bernd Sommer, Agnes Bauer, Bezirksvorsitzende Margareta Nies, Gründungsmitglied Aurelia Männer, Vorsitzende Monika Grötsch, Agnes Bartl, Geistlichen Beirat Anton Witt, Vorsitzende Gerda Sommer und Pater Friedhelm Czinczoll. Bild: jr
Vermischtes
Waldsassen
20.01.2016
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Vor 60 Jahren taten sich auch in Münchenreuth Frauen zusammen, um einen Zweigverein des Katholischen Frauenbunds zu gründen. Vier der Gründungsmitglieder sind noch am Leben. Eine davon war beim Jubiläum persönlich anwesend.

Münchenreuth. (jr) Vorsitzende Monika Grötsch betonte beim Festakt am Sonntag: "Vor 60 Jahren schlossen sich Frauen zusammen, sie wollten Gemeinschaft erleben." Nicht zuletzt deshalb wurde als Motto zur Jubelfeier "Miteinander auf dem Weg" gewählt. Der festliche Tag begann mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche. Dabei wurde Sonja Heindl in die Gemeinschaft aufgenommen.

Am Nachmittag blickte Monika Grötsch im Vereinsheim auf die Geschichte des Münchenreuther Frauenbunds zurück. Die Frauen damals hätten es bestimmt nicht leicht gehabt, erinnerte die Vorsitzende an die Gründung 1956. "Anerkennung ist das richtige Wort, um die vielen Unternehmungen zu würdigen", sagte sie. "Mit Freude und Respekt denken wir an alle, die seit der Gründung bis heute den Frauenbund unterstützen und sich für die Mitmenschen einsetzen." Von diesem beispielhaften Engagement über Jahrzehnte hinweg könnten sich die Menschen bei vielen Gelegenheiten überzeugen. "Unser wichtigstes Gebot ist die Nächstenliebe", dankte Grötsch allen Mitgliedern. Irene Kraus ließ anschließend so manche Begebenheit aus sechs Jahrzehnten neu aufleben.

"Ich danke Ihnen für den Dienst am Nächsten und die Arbeit in der Pfarrei", gratulierte Bürgermeister Bernd Sommer dem Frauenbund zum Geburtstag. Wichtig sei es, weiterhin für die Ziele der Gründerinnen zu leben, damit ihre Arbeit nicht umsonst war. Bezirksleiterin Margareta Nies überbrachte lobte den Münchenreuther Frauenbund als Motor nicht nur auf Pfarreiebene. Geistlicher Beirat Anton Witt widmete sich in seiner Festansprache den Bräuchen und ihrer Bedeutung. Dem Ortsverband gratulierte er zum Miteinander, das auch ein Miteinander mit Gott bedeute. "Das Wichtigste für Gott ist der Mensch, und für uns sollte Gott das Wichtigste sein." Der Mitterteicher Stadtpfarrer machte als ein modernes Problem den Individualismus aus. Keiner wolle sich mehr festlegen lassen. Dem Frauenbund dankte er unter anderem für die Brauchtumspflege, etwa beim Kräuterbüschelbinden.

Die Glückwünsche der Pfarrei überbrachte Robert Sommer. Der Frauenbund bringe sich in vielfältiger Weise ein. Im Anschluss wurden verdiente Mitglieder geehrt. Von den Gründungsmitgliedern nahm Aurelia Männer die Auszeichnung persönlich entgegen. Anna Ernstberger, Agnes Schuller und Agnes Kunz waren entschuldigt. Seit 50 Jahren beim Frauenbund ist Maria Kraus. Die goldene Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft ging an Agnes Bauer und Agnes Bartl. Die silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt Birgit Übelacker.

In seinem Schlusswort bedankte sich Pater Friedhelm Czinczoll bei den aktiven Frauen, ohne die das Leben der Pfarrei Münchenreuth ärmer wäre. Im Anschluss wurde bei Kaffee und Kuchen gefeiert.
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