Im Naturerlebnisgarten
Im Einklang mit der Schöpfung

Auf dem Gelände des Naturerlebnisgarten gab's anlässlich der Obstbörse auch für die Kleinen viel zum Ausprobieren und zum Entdecken.
Vermischtes
Waldsassen
28.09.2016
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Apfel ist nicht gleich Apfel: Das zeigte sich bei der Obstbörse an den verschiedenen Sorten. Bild: kgg (2)

Das super Herbstwetter brachte gut 1000 Besucher in den Naturerlebnisgarten: Die 12. Obstbörse war ein großartiger Erfolg, sind sich Kreisfachberater Harald Schlöger und Umweltstations-Leiter Michael Selinger einig.

Die Vielfalt der heimischen Obstsorten zu fördern - dies ist nach wie vor das Bestreben der traditionellen Obstbörse. Der Naturerlebnisgarten der Umweltstation Waldsassen auf dem Gelände der Zisterzienserinnen-Abtei bot sich dabei wieder als idealer Ort für diese Veranstaltung an. "In der heutigen Zeit ist ein Garten ein Luxus. Diesen muss man einfach genießen, weil man darin persönlich seine ,himmlische Ruhe' findet, im Einklang mit der Schöpfung", sagte Diplom Geoökologe Michael Selinger bei der Eröffnung.

Wertschätzung fürs Obst


Der eigentlich Sinn dieser schon über ein Jahrzehnt stattfindenden Obstbörse ist es, immer wieder von neuem auf die Wertschätzung des Obstes in Gärten sowie an Straßen und an Wegränder zu verweisen. Es sei notwendig, dass sich immer wieder Leute sich finden lassen und die Pflege übernehmen, sagte Harald Schlöger. Dass man dabei immer wieder "echte Schätze" dabei ausfindig machen kann, zeigten Stände bei der Obstbörse auf.

Wer uneins war über die Sorte, der durfte sich bei Fachleuten Aufklärung einholen. Schlöger begrüßte es, dass sich bei der Obstbörse sich auch eine tschechische Gärtnerei mit einbindet. Er freute sich über Leute die sich engagieren und diese unsere Heimat so zu erhalten, leben- und liebenswert zu machen. Bürgermeister Bernd Sommer dankte in seinem Grußwort allen, die zum Gelingen der Obstbörse beigetragen haben. Die von Michael Selinger angesprochene "himmlische Ruhe" möge nicht nur im Klostergarten, sondern auch im heimischen Garten zu finden sein. Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung "Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen" wünschte sich, dass noch viele solche Veranstaltungen im Naturerlebnisgarten folgen mögen und das Programm der Umweltstation und des Kultur- und Begegnungszentrum mit seinen Kursen und Seminaren in Zukunft weiter so angenommen wird.

Empfehlenswert


Wie Ulrike Gschwendtner als ehemalige Kräuterführerkurs-Teilnehmerin sagte, sehe man nach einem solchen Lehrgang die Natur mit anderen Augen. Wer diese Ausbildung mache, dem böten sich ungeahnte Möglichkeiten sich selbst damit zu verwirklichen, in dem man Kräuterprodukte selber herstellt, Wildkräuterführungen, Workshops veranstaltet und Vorträge hält. Sie könne von sich aus einen Kräuterführerkurs bei Michael Selinger nur empfehlen, sagte Ulrike Gschwendtner. Petra Stark, Kräuterführerin und Mitarbeiterin in der Umweltstation, konnte diesen Aussagen nur beipflichten. (Info-Kasten)

In der heutigen Zeit ist ein Garten ein Luxus. Diesen muss man einfach genießen, weil man darin persönlich seine ,himmlische Ruhe' findet, im Einklang mit der Schöpfung.Michael Selinger


Menschen bestäuben Blüten mit dem PinselJosef Ernst sprach für die Imker: Die Obstbörse sei auch immer ein guter Zeitpunkt, um hier die Bienen mit in Verbindung zu bringen. Ohne Bienen gäbe es keine Früchte und ohne Bäume gäbe es keinen Nektar den sie in die Bienenstöcke tragen können. Man sollte immer bedenken, was man gutes an den Gärten habe. Als Beispiel nannte Josef Ernst China: Dort müssten Menschen auf die Bäume steigen und mit dem Pinsel die Blüten bestäuben, damit sie Früchte tragen. Denn die Umwelt wäre dort derart vergiftet, "dass es keine Bienen mehr gibt", erklärte Ernst. "Beten wir dafür dass es bei uns so bleibt und wir noch gutes Obst und Nahrungsmittel essen können." (kgg)
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