Johann Bruischütz stirbt im 70. Lebensjahr
Ein Gastwirt mit Leib und Seele

Johann Bruischütz erlag am Montag seiner schweren Krankheit. Bild: kgg
Vermischtes
Waldsassen
05.04.2016
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Johann Bruischütz war bis zuletzt im Gasthof präsent: Noch am Sonntagabend wies er den Gästen im "Prinzregent Luitpold" die Plätze an und unterhielt sich mit ihnen. Leuten, die er nicht nur flüchtig kannte, erzählte der Seniorchef auch von seiner angeschlagenen Gesundheit. An den Folgen der schweren und heimtückischen Krankheit ist Hans Bruischütz bereits in der Nacht zum Montag gestorben. Ein Gastwirt mit Leib und Seele war Hans Bruischütz. Die Gastronomie war ihm in die Wiege gelegt: Am 24. Juni 1946 kam Hans im Schachtener Dorfwirtshaus zur Welt, lernte dann das Metzgerhandwerk und genoss später eine Gastronomie-Ausbildung - bei seinem Onkel in Wien. Beim Start des ersten Sibyllenbad-Projekts 1971 übernahm Bruischütz die Baustellen-Kantine.

Als 1972 der Bau zum Stillstand kam und wenig später die ehrgeizigen Pläne begraben wurden, begann für die jungen Wirtsleute Johann und Maria Bruischütz die Ära "Katholisches Jugendheim": Die Familie betrieb das Vereinshaus bis 1993. Zuvor schon leistete Johann Bruischütz Pionierarbeit in Sachen Altstadtsanierung: In der Prinzregent-Luitpold-Straße erwarb die Familie das Summerer-Anwesen und baute es in fünf Jahren zum Gasthof "Prinzregent Luitpold" um.

Johann Bruischütz war seit November 1971 Mitglied beim Hotel- und Gaststättenverband und brachte sich dort engagiert ein - von 2003 bis 2009 als Kreisvorsitzender. Zuvor ab 1997 und von 2009 bis 2012 war Bruischütz stellvertretender Kreisvorsitzender, ehe er sich aus gesundheitlichen Gründen von den Ämtern zurückzog. Für seine vielfältigen Verdienste war Bruischütz auf Verbandsebene mehrfach ausgezeichnet worden - zuletzt 2012 mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbands im Landkreis Tirschenreuth.
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