Lob für Feuerwehr-Arbeit
Ernstfall verändert Einstellung

Vermischtes
Waldsassen
22.11.2016
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Die "Altneihauser" am selben Abend waren dann doch etwas zu viel Konkurrenz: Nicht alle der zu ehrenden Feuerwehrler aus dem Bezirk von Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer waren zum Kapplwirt gekommen.

Dort waren Aktive der Wehren Münchenreuth, Waldsassen, Wernersreuth, Pfaffenreuth und Kondrau von Landrat Wolfgang Lippert und Kreisbrandrat Andreas Wührl für 25 beziehungsweise 40 Jahre aktiven Dienst geehrt worden. Musikalisch gestaltete den Abend eine Abordnung der Münchenreuther Bauernkapelle. Bürgermeister Bernd Sommer dankte den Geehrten für ihren ehrenamtlichen Dienst zum Wohle der Allgemeinheit. Gleichzeitig bat er die Geehrten darum, junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern. Wie wichtig die Feuerwehr sei, habe er selbst erlebt, als bei einem Nachbarhaus der Blitz eingeschlagen habe und der Dachstuhl zusammenkrachte. Seitdem habe sich seine vorher "normale" Einstellung zur Feuerwehr gewandelt. Er könne nur mit einem "herzlichen Vergelt's Gott" für ihre Arbeit danken.

Mädchen für alles


Landrat Wolfgang Lippert verwies auf die Besonderheit des Dienstes bei der Feuerwehr. Dies schätze auch der Landkreis. Denn zusätzlich zu diesen staatlichen Ehrungen gebe es die Goldene Ehrenamtskarte. "Man wird dadurch zwar nicht reich, aber es ist eine gute Geste." In vielen Einrichtungen gebe es damit Vergünstigungen. Das Löschen von Bränden mache für die Feuerwehraktiven nur noch einen Bruchteil ihrer Arbeit aus. Hilfeleistungen und andere Dienste stünden im Blickpunkt. Die Aktiven seien so etwas wie "Mädchen für alles".

Lippert machte klar, dass man die Feuerwehren nicht überstrapazieren dürfe und zu jeden noch so kleinen Malheur rufe. Erfreut zeigte er sich, dass die Kommunen durchwegs sehr aufgeschlossen gegenüber den Feuerwehren seien und diese mit modernen Material ausstatteten. Umso wichtiger seien die zahlreichen Übungen und Unterrichte, wolle man richtig mit diesem teuren Equipment umgehen.

So manche Ernstfall-Einsätze seien für die Aktiven sehr belastend, manches Erlebnis werde ein Leben lang nicht vergessen. Feuerwehren seien aber auch im gesellschaftlichen Bereich unersetzlich, vor allem in kleineren Orten gebe es ohne die Feuerwehr kaum ein gesellschaftliches Leben mehr. "Macht's weiter so und gebt's euer Wissen an den Nachwuchs weiter. Der lasse sich für die Feuerwehr durchaus begeistern. Kreisbrandrat Andreas Wührl verwies auf die über 4000 Feuerwehr-Aktive im Landkreis; 116 davon werden dieses Jahr 25 Jahre beziehungsweise 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. "Wir brauchen jeden Mann, jede Frau für den aktiven Dienst, vor allem auch am Tag, um einsatzfähig zu bleiben." (Info-Kasten)

25 und 40 Jahre DienstzeitGeehrt wurden für 25 Jahre aktive Dienstzeit Bernhard Stier (Kondrau), Stefan Bruckner (Waldsassen), Helmut Dostler und Walter Heindl (beide Münchenreuth). Für 40 Jahre aktive Dienstzeit wurden Josef Ernst (Münchenreuth), Wolfgang Lang (Pfaffenreuth), Josef Böhm, Walter Brucker und Ernst Fischer (alle Wernersreuth) sowie Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer (Waldsassen) ausgezeichnet. Fischer ist als Luftbeobachter für den Landkreis tätig und war auch als Fluthelfer in Sachsen-Anhalt im Einsatz. Seit 2001 ist er Kreisbrandmeister und damit zuständig für den Bezirk Waldsassen, Neualbenreuth und Pfaffenreuth. (kro)
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